Europäische Union verhängt „hochrangige“ Sanktionen gegen Russland
Die Europäische Union (EU) hat im Zusammenhang mit dem Tod des russischen Oppositionspolitikers Alexei Nawalny in einem russischen Straflager im Februar Sanktionen gegen den russischen Strafvollzugsdienst sowie gegen 19 weitere Personen, darunter 13 Richter, verhängt.
Die Außenminister der Europäischen Union (EU) sind in Brüssel, der Hauptstadt Belgiens, zusammengekommen und haben sich auf neue Sanktionen gegen Russland geeinigt.
Die neu verabschiedeten Sanktionen verbieten den Verkauf von technischer Ausrüstung an Russland, die das Land als Instrument zur Unterdrückung der eigenen Bevölkerung einsetzen könnte.
Dies umfasst Handelsbeschränkungen für Ausrüstung, Technologie und Software, die für die Informationssicherheit sowie für die Überwachung und Unterbrechung der Telekommunikation konzipiert sind.
In einer vom EU-Rat veröffentlichten Erklärung heißt es, dass Sanktionen gegen den russischen Strafvollzugsdienst, der für die Inhaftierung und den Tod Nawalnys verantwortlich gemacht wird, sowie gegen 19 Personen, darunter 13 Richter, beschlossen wurden.
VERBOT DER BEREITSTELLUNG VON FINANZMITTELN
Der EU-Rat erklärte, der Strafvollzugsdienst sei für die weit verbreitete und systematische Misshandlung und den Missbrauch politischer Gefangener in Russland bekannt; zudem trage diese Behörde die Verantwortung für das Straflager, in dem Nawalny ums Leben kam.
Im Rahmen des neuen Sanktionsregimes werden die Vermögenswerte der betroffenen russischen Staatsbürger eingefroren; zudem wird es EU-Bürgern und in der EU ansässigen Unternehmen untersagt, diesen Personen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen.
Gegen diese Personen, zu denen auch zwei Richter des Obersten Gerichtshofs Russlands gehören, die an der Verhängung der Haftstrafe gegen Nawalny beteiligt waren, wird zudem ein Reiseverbot verhängt.
EU-LÄNDER HATTEN FORDERUNGEN GESTELLT
Nachdem der bekannteste Oppositionelle gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin, Nawalny, im Februar unter mutmaßlichen Umständen einer Vergiftung verstorben war, hatten einige EU-Mitgliedstaaten den Hohen Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, dazu aufgefordert, Sanktionen gegen russische Staatsanwälte, Richter und Gefängnisbeamte zu verhängen.
Der dem russischen Justizministerium unterstellte Strafvollzugsdienst hatte am 16. Februar 2024 bekannt gegeben, dass der Oppositionsführer Nawalny in einem Straflager in der Region Jamal-Nenzen nahe Sibirien verstorben sei. Westliche Länder machen den russischen Präsidenten Putin für den Tod Nawalnys verantwortlich.
Nachrichtenquelle: İHA
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