Europäische Union warnt USA „mit aller Härte“
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat angekündigt, dass die Europäische Union (EU) „mit aller Härte“ reagieren werde, falls die US-Regierung unter Donald Trump neue Zölle gegen die EU verhängen sollte.
Von der Leyen äußerte sich gegenüber der Presse nach dem ersten Gipfeltreffen zum Thema Verteidigung in Brüssel.
Von der Leyen erklärte, dass die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedstaaten neben Verteidigungsfragen auch die Beziehungen zu den USA erörtert hätten, und sagte: „Die EU ist bereit für einen soliden und konstruktiven Dialog mit den USA, aber wir sind uns auch der potenziellen Herausforderungen in den Beziehungen zu den USA bewusst und darauf vorbereitet. Wenn die EU unfair oder willkürlich ins Visier genommen wird, wird sie mit aller Härte reagieren.“
Von der Leyen ging auf die Entscheidung der Trump-Regierung ein, hohe Zölle auf Importe aus Kanada und Mexiko zu erheben, und bewertete dies wie folgt: „Diese Zölle erhöhen die Betriebskosten und schaden Arbeitnehmern sowie Verbrauchern. Sie verursachen unnötigen wirtschaftlichen Schaden und treiben die Inflation in die Höhe. Wir glauben nicht, dass dabei ein gutes Ergebnis herauskommen wird.“
FINANZIERUNGSOPTIONEN
Von der Leyen betonte, dass es eine „große Dringlichkeit“ für die EU-Mitgliedstaaten gebe, ihre Verteidigungsausgaben „in großem Umfang zu erhöhen“. Sie sagte, man habe auf dem Gipfel Optionen diskutiert, um dies zunächst durch mehr öffentliche Mittel und anschließend durch eine flexiblere Kreditvergabe in Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank und nationalen Privatbanken zu erreichen.
GEMEINSAMER GIPFEL IN GROSSBRITANNIEN
Von der Leyen gab bekannt, dass sie mit dem britischen Premierminister Keir Starmer, der als Gast am Gipfel teilnahm, eine engere Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich erörtert habe und dass im Mai ein gemeinsamer Verteidigungsgipfel zwischen der EU und Großbritannien in Großbritannien stattfinden werde.
LUFTVERTEIDIGUNG
Von der Leyen merkte an, dass der Vorschlag für ein kontinentales Luftverteidigungsschild, der vor einiger Zeit von Polen und Griechenland eingebracht wurde, von den Staats- und Regierungschefs diskutiert wurde und große Unterstützung fand. Sie fügte hinzu, dass solche Projekte geprüft und anschließend über europaweite Finanzierungsmöglichkeiten entschieden werde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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