Frankreich entsendet Truppen in den Nahen Osten: 'Gegen die Bedrohung durch den Iran...'
Frankreich gab am Mittwoch bekannt, dass es zusätzliche militärische Ressourcen in den Nahen Osten entsenden werde, um der Bedrohung durch den Iran entgegenzuwirken. Französische Behörden erklärten zudem, dass sie den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) zu einer Sitzung einberufen hätten.
12PUNTO AUSLANDSREDAKTION
Das französische Präsidialamt hat angekündigt, als Reaktion auf die 'Bedrohung durch den Iran' seine militärischen Ressourcen im Nahen Osten zu mobilisieren. In der Erklärung der französischen Regierung hieß es zudem, dass der UN-Sicherheitsrat auf Initiative Frankreichs 'dringend' zusammentreten werde.
Das französische Präsidialamt erklärte nach einer nächtlichen Krisensitzung des Sicherheitskabinetts zur Erörterung der regionalen Eskalation: 'Frankreich, das der Sicherheit Israels verpflichtet bleibt, hat heute seine militärischen Ressourcen im Nahen Osten gegen die Bedrohung durch den Iran mobilisiert.'
Der Iran hatte am frühen Mittwoch erklärt, dass sein Raketenangriff auf Israel beendet sei, 'sofern es keine weiteren Provokationen gibt'. Angesichts der wachsenden Angst vor einem umfassenderen Krieg in der Region hatten Israel und die USA Vergeltungsmaßnahmen für den Angriff Teherans angekündigt.
Einzelheiten darüber, wie viele zusätzliche militärische Mittel in die Region entsandt wurden, wurden nicht genannt.

Die französische Armee ist in verschiedenen Teilen der Welt aktiv, insbesondere in Afrika. Frankreich, das auch im Nahen Osten Truppen stationiert hat, hatte sich zuvor an aktiven Militäroperationen gegen den IS beteiligt.
FRANKREICH UND DIE USA SUCHEN NACH EINER DIPLOMATISCHEN LÖSUNG
Nach Angaben des französischen Außenministeriums hat Außenminister Jean-Noel Barrot mit seinem US-Amtskollegen Antony Blinken telefoniert, um die diplomatischen Bemühungen zu koordinieren.
Paris und Washington hatten bereits in der vergangenen Woche versucht, einen vorübergehenden Waffenstillstand im Libanon zu erreichen, nur wenige Stunden bevor Israel seine Luftangriffe startete, bei denen der Hisbollah-Führer Hasan Nasrallah getötet wurde.
Der französische Präsident Emmanuel Macron forderte die Hisbollah auf, ihre 'Terrorakte' gegen Israel und dessen Bevölkerung einzustellen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron
UN-SICHERHEITSRAT TRITT ZUSAMMEN
Das Außenministerium teilte mit, dass der UN-Sicherheitsrat am Mittwochnachmittag zusammentreten werde, um die Lage im Nahen Osten zu erörtern.
Das französische Präsidialamt kündigte zudem an, in Kürze eine Konferenz zur Unterstützung des Libanon zu organisieren, und wies den Außenminister an, in die Region zu reisen, um diplomatische Bemühungen zur Deeskalation zu unternehmen.
In der Erklärung des Präsidialamtes hieß es: 'Der Staatspräsident, der sich um die Sicherheit und den Schutz unserer Bürger im Libanon und im Nahen Osten sorgt, hat angeordnet, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um ihnen zu helfen und ihnen bei Bedarf zu Hilfe zu kommen.'

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte eine Erklärung abgegeben, in der er den Angriff verurteilte.
Nachrichtenquelle: 12punto
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