Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine beginnen: Selenskyj wird ebenfalls teilnehmen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab bekannt, dass am Montag, dem 24. März, ukrainische und US-amerikanische Vertreter in Saudi-Arabien zu Friedensgesprächen zusammenkommen werden. Der Kreml bestätigte, dass am selben Datum Gespräche zwischen den USA und Russland stattfinden werden.
In einer Pressekonferenz in Oslo mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre erklärte Selenskyj, der russische Präsident Wladimir Putin müsse aufhören, 'unnötige Forderungen zu stellen, die den Krieg in die Länge ziehen'. Zu den Forderungen Moskaus gehörten der vollständige Stopp der Militärhilfe für die Ukraine sowie der Ausschluss einer möglichen NATO-Mitgliedschaft. Der ukrainische Staatschef betonte, dass ein Verzicht auf den NATO-Beitritt für Russland ein großer Gewinn wäre und man diese Forderung daher nicht akzeptieren wolle.
Selenskyj wies Behauptungen des Weißen Hauses zurück, wonach ukrainische Atomkraftwerke an die USA übergeben werden sollten, und betonte, dass das Kernkraftwerk Saporischschja dem ukrainischen Volk gehöre. Er fügte hinzu, dass er für die Möglichkeit offen sei, dass die USA das Kraftwerk modernisieren oder darin investieren.
Laut einem Bericht der BBC merkte Selenskyj an, dass die ukrainische Delegation bei den Gesprächen in Saudi-Arabien den USA eine Liste der Infrastruktureinrichtungen vorlegen werde, deren Schutz vor russischen Angriffen sie anstreben. Der ukrainische Staatschef sagte, die erste Phase eines Waffenstillstands müsse zu Lande und zur See beginnen.
Der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko erklärte, man verlange Garantien dafür, dass die Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichte und neutral bleibe. Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth äußerte hingegen, dass eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine derzeit 'nicht realistisch' sei.
Während der anhaltenden Kämpfe kamen bei Angriffen in der Nacht in der Ukraine zwei Menschen ums Leben. Drohnenangriffe der Ukraine führten in Russland zu 10 Verletzten und beschädigten einen Flughafen.

FORDERUNG NACH MILITÄRHILFE
Selenskyj, der von europäischen Staats- und Regierungschefs Unterstützung in Form von Artilleriemunition im Wert von mindestens 5 Milliarden Euro forderte, betonte, dass die EU eine aktive Rolle bei den Friedensgesprächen spielen müsse. In einer kürzlich per Videokonferenz gehaltenen Rede vor EU-Spitzenpolitikern in Brüssel rief der ukrainische Staatschef dazu auf, die Militärhilfen fortzusetzen.
Der britische Premierminister Keir Starmer bewertete die Forderungen Selenskyjs und erklärte, dass für ein dauerhaftes Friedensabkommen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssten. Starmer schlug die Bildung einer 'Koalition der Willigen' vor, um den Frieden in der Ukraine zu sichern.
Starmers Erklärung folgte auf ein Treffen, an dem hochrangige Militärvertreter aus mehr als 20 Ländern teilnahmen. Starmer behauptete, Putin habe in der Vergangenheit Abkommen gebrochen, und betonte, man müsse vorbereitet sein, um eine ähnliche Situation zu verhindern.
Nachrichtenquelle: 12punto
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