Vorwürfe von Zerstörung und Folter im Gefängnis von Deir ez-Zor: Unmenschliche Bedingungen
Im zentralen Gefängnis von Deir ez-Zor in Syrien wurden die Bedingungen dokumentiert, unter denen Tausende Menschen während der Herrschaft von Baschar al-Assad gefoltert wurden. Es wird behauptet, dass selbst Frauen, Kinder und ältere Menschen im Gefängnis unmenschlich behandelt wurden.
Es wird behauptet, dass Tausende Menschen, darunter Frauen und Kinder, im zentralen Gefängnis von Deir ez-Zor jahrelang in einer dunklen Welt gefangen gehalten wurden.
AA-Reporter betraten das zentrale Gefängnis von Deir ez-Zor und dokumentierten die Bedingungen vor Ort.
"ZERSTÖRUNG, DUNKELHEIT UND TOD"
Eine Inschrift an der Außenmauer des zentralen Gefängnisses von Deir ez-Zor, das einst eines der größten Zentren des Innenministeriums des Regimes war, beginnt mit den Worten "Zerstörung, Dunkelheit und Tod" und offenbart den Geist dieses Ortes.
Das Gefängnis, in dessen jeder Ecke Symbole des Regimes zu finden sind, ist zu einer Müllhalde verkommen.
Im Gefängnishof, auf dem verrottete Polizeifahrzeuge stehen, fallen verbrannte Etagenbetten, rußgeschwärzte Wände sowie Zellen und Gemeinschaftsräume auf, die zu Müllhalden geworden sind.
Die Aufnahmen zeigen auch, dass zahlreiche Menschen, deren Schicksal ungewiss ist, ihre Namen in die Wände der Zellen und Gemeinschaftsräume geritzt haben.
GEFANGENE WURDEN FREIGELASSEN
Nach dem Zusammenbruch des Assad-Regimes am 8. Dezember wurden die im zentralen Gefängnis von Deir ez-Zor Inhaftierten freigelassen.
"SIE MÜSSEN ZUR RECHENSCHAFT GEZOGEN WERDEN"
Basil Kuwaihi, der 88 Tage lang im zentralen Gefängnis von Deir ez-Zor festgehalten wurde, erklärte, er sei mit dem Zusammenbruch des Regimes freigekommen.
Kuwaihi berichtete von sehr schlechter Behandlung und sagte: "Bis zum letzten Tag führten die inneren Sicherheitskräfte Razzien durch, schlugen uns und setzten Tränengas ein. Sie beleidigten uns mit unsagbaren Worten. Sie schleiften sogar Menschen, die am Bein verletzt waren, durch die Korridore. Sie zeigten nicht einmal Respekt vor den Älteren. Sie zwangen uns, fünf Stunden lang in einer Position zu verharren, die einer Niederwerfung glich. Sie verboten uns stundenlang den Gang zur Toilette. Sie schossen auf Menschen und verletzten sie."
Kuwaihi fügte hinzu: "Alle Elemente des Regimes müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Nicht nur die Führungsebene, sondern jeder, der Menschen schlecht behandelt hat, muss zur Verantwortung gezogen werden."
Nachrichtenquelle : AA
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