Gericht verurteilt US-Präsidenten: Riesige Entschädigungssumme
Das Berufungsgericht des Zweiten Bezirks in Manhattan hat die Entschädigungszahlung in Höhe von 5 Millionen Dollar bestätigt, zu der der gewählte US-Präsident Donald Trump verurteilt wurde, nachdem er wegen sexuellen Missbrauchs und Verleumdung der ehemaligen Magazinautorin E. Jean Carroll für schuldig befunden worden war.
Schlechte Nachrichten für den gewählten US-Präsidenten Donald Trump vom Berufungsgericht des Zweiten Bezirks in Manhattan. Das Berufungsgericht wies Trumps Argumente, das Verfahren sei unfair gewesen, zurück und bestätigte das Urteil auf eine Entschädigungszahlung in Höhe von 5 Millionen Dollar zugunsten der ehemaligen Magazinautorin E. Jean Carroll. Das Gericht entschied, dass Beweise, die während Trumps Wahlkampf 2016 ans Licht kamen – darunter ein Gespräch aus dem Jahr 2005 mit einem Moderator der Fernsehsendung „Access Hollywood“, in dem Trump prahlte, wie er Frauen verführe –, mit Carrolls Anschuldigungen übereinstimmen. Das Gericht stellte fest, dass Trumps Handlungen ein wiederholtes und charakteristisches Verhaltensmuster aufzeigten.
In der Gerichtsentscheidung heißt es: „Angesichts der gesamten Aktenlage und der Stärke der Argumente von Frau Carroll sind wir nicht davon überzeugt, dass das erstinstanzliche Gericht in seiner begründeten Entscheidung Fehler begangen hat, die die Rechte von Herrn Trump verletzt hätten.“
Trump hatte im Berufungsverfahren argumentiert, es sei nicht fair gewesen, dass das Gericht den Geschworenen die Zeugenaussagen anderer Frauen, die ihn des sexuellen Missbrauchs beschuldigten, oder das „Access Hollywood“-Video als Beweismaterial präsentierte.
BERUFUNGSVERFAHREN DAUERT AN
Der Sprecher des gewählten Präsidenten Trump, Steven Cheung, erklärte dazu: „Die Amerikaner fordern ein sofortiges Ende der Nutzung unseres Justizsystems als politische Waffe und die schnelle Abweisung aller Hexenjagden, einschließlich des von Demokraten finanzierten ‚Carroll-Schwindels‘.“ Cheung kündigte an, dass das Berufungsverfahren fortgesetzt werde.
LETZTES JAHR SCHULDIG GESPROCHEN
Das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts, das Trump im Mai 2023 für schuldig befand, basierte auf einem Vorfall, der sich Ende 1995 oder Anfang 1996 in der Umkleidekabine des Kaufhauses Bergdorf Goodman in Manhattan ereignet haben soll. Carroll, die zeitweise Kolumnen für das Mode- und Lifestyle-Magazin Elle schrieb, hatte behauptet, Trump habe sie dort vergewaltigt. Carroll gab zudem an, dass Trump sie verleumdet habe, indem er in einer Erklärung in den sozialen Medien im Oktober 2022 behauptete, die Vergewaltigungsvorwürfe seien haltlos. Die Geschworenen des erstinstanzlichen Gerichts in Manhattan stellten zwar nicht fest, dass Trump den Straftatbestand der Vergewaltigung erfüllt habe, sprachen Carroll jedoch 2,02 Millionen Dollar für den sexuellen Missbrauch und eine Summe wegen Verleumdung zu.
Nachrichtenquelle: 12punto
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