Geständnis des israelischen Geheimdienstes
Der Angriff der Hamas auf Israel wurde in der internationalen Presse als Geheimdienstversagen Israels gewertet. Aharon Haliva, Chef des israelischen Militärgeheimdienstes, räumte ein, dass man es versäumt habe, vor dem Angriff der Hamas auf die israelischen Siedlungen rund um den Gazastreifen zu warnen. In seiner Erklärung sagte Haliva: "Wir haben es nicht geschafft, vor dem Angriff der Hamas zu warnen."
Am 7. Oktober startete der militärische Flügel der Hamas, die Izz ad-Din al-Qassam-Brigaden, einen Angriff auf Israel. In den Ereignissen, die weltweit die Schlagzeilen beherrschten, stand die passive Haltung des israelischen Geheimdienstes im Mittelpunkt der Debatte.
"WIR HABEN BEI UNSERER WICHTIGSTEN AUFGABE VERSAGT"
Der israelische Armeesender berichtete über die Erklärungen des Militärgeheimdienstchefs Haliva. Haliva erklärte: "Der Beginn des Krieges war ein Geheimdienstfehler. Als Militärgeheimdienst unter meiner Führung haben wir es nicht geschafft, vor dem von der Hamas verübten Terrorangriff zu warnen."
Haliva, der feststellte, dass sie "bei ihrer wichtigsten Aufgabe versagt haben", betonte, dass er "als Leiter des Militärgeheimdienstes die volle Verantwortung für dieses Versagen trägt".
Der israelische Beamte fügte hinzu: "Wir werden alles, was untersucht werden muss, tiefer und umfassender untersuchen und daraus Schlüsse ziehen. Jetzt gibt es nur noch eine Aufgabe, und die heißt kämpfen und gewinnen."
HAMAS-ISRAEL-KONFLIKT
Der bewaffnete Flügel der Hamas, die Izz ad-Din al-Qassam-Brigaden, hatte am Morgen des 7. Oktober einen umfassenden Angriff auf Israel unter dem Namen "Al-Aqsa-Flut" gestartet.
Während Tausende von Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert wurden, stürmten palästinensische bewaffnete Gruppen den Grenzübergang Beit Hanun-Erez an der Grenze zwischen Gaza und Israel und übernahmen die Kontrolle darüber.
Die bewaffneten Gruppen drangen von dort aus in die Siedlungen innerhalb Israels ein, woraufhin die israelische Armee mit Dutzenden von Kampfflugzeugen einen Angriff auf den Gazastreifen startete.
Es wurde berichtet, dass bei den Angriffen aus dem Gazastreifen 1400 Israelis, darunter 299 Soldaten, getötet und 3968 Israelis verletzt wurden.
Das palästinensische Gesundheitsministerium gab bekannt, dass bei den israelischen Angriffen im Gazastreifen 3000 Menschen getötet und 12 500 Menschen verletzt wurden.
Im besetzten Westjordanland wurde zudem gemeldet, dass bei Angriffen israelischer Streitkräfte und jüdischer Siedler 61 Palästinenser getötet und etwa 1250 Menschen verletzt wurden.
Bei den israelischen Angriffen kamen zudem 13 Journalisten ums Leben.
Bei den Zusammenstößen, die am 8. Oktober an der libanesischen Grenze zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah begannen, kamen 8 Hisbollah-Mitglieder, 2 Mitglieder des Islamischen Dschihad, 1 Journalist und 2 Zivilisten ums Leben.
Bei den Angriffen von libanesischer Seite starben zudem 2 israelische Soldaten und 1 israelischer Zivilist.
Nachrichtenquelle: AA
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