Grenzkontrollen beginnen ab dem 1. Januar
Wie berichtet wird, wird Ungarn ab dem 1. Januar 2025 Grenzkontrollen zu Rumänien einführen, das seitdem auch auf dem Landweg Teil des visafreien Schengen-Raums der Europäischen Union (EU) ist.
Berichten der ungarischen Presse unter Berufung auf Sicherheitskräfte zufolge werden ab dem 1. Januar die Grenzkontrollen bei der Einreise aus Rumänien wieder aufgenommen, um "Bedrohungen der öffentlichen Ordnung und der inneren Sicherheit abzuwehren".
Die ungarische Polizei warnte Reisende, die in das Land einreisen wollen, dass stichprobenartige Kontrollen durchgeführt werden könnten, und empfahl, die erforderlichen Dokumente mitzuführen.
Andererseits wird laut einem Bericht der in Bukarest ansässigen Zeitung Libertatea in Rumänien, das ab dem neuen Jahr auch auf dem Landweg zum Schengen-Raum gehört, mehr als 30 Grenzübergangsstellen schließen.
An der Grenze zwischen Bulgarien und Rumänien werden hingegen für einen Zeitraum von sechs Monaten weiterhin gegenseitige stichprobenartige Kontrollen durchgeführt.
Rumänien und Bulgarien waren am 12. Dezember auch auf dem Landweg dem Schengen-Raum beigetreten.
GRENZKONTROLLEN NEHMEN ZU
Der Schengen-Raum, der sich darauf vorbereitet, im kommenden Jahr den 40. Jahrestag der Unterzeichnung seines Gründungsvertrags zu feiern, erlebte 2024 so viele Grenzkontrollen wie nie zuvor seit seiner Gründung.
Frankreich hat unter Berufung auf Sicherheitsbedrohungen und wachsende Sorgen im Zusammenhang mit irregulärer Migration ab dem 1. November mit Kontrollen an seinen Landgrenzen zu den Nachbarländern Belgien, Deutschland, Italien, Luxemburg, Spanien und der Schweiz begonnen.
Deutschland, das aus ähnlichen Gründen die Wiedereinführung vorübergehender Kontrollen an seinen Grenzen zum 16. September angekündigt hatte, teilte mit, dass die Kontrollen an den Landgrenzen zu Österreich, Polen, Tschechien, der Schweiz, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Dänemark und Luxemburg bis zum 15. März 2025 andauern werden.
DIESE LÄNDER HABEN SICH FÜR EINE VERLÄNGERUNG ENTSCHIEDEN
Nach der Entscheidung Deutschlands haben auch Italien, Slowenien, Österreich und Dänemark beschlossen, die bereits geltenden Grenzkontrollen zu verlängern.
Die Niederlande waren das letzte Land, das die vorübergehende Einführung von Grenzkontrollen zu den Nachbarländern ankündigte. Nach der Entscheidung der Regierung wurden ab Ende November lediglich die Grenzen zu Belgien und Luxemburg von den Kontrollen ausgenommen.
Während die von immer mehr EU-Ländern eingeführten Grenzkontrollen Fragen zur Zukunft des Schengen-Raums aufwerfen, warnen Experten davor, dass diese Situation, die den "Grundsatz des freien Personen- und Warenverkehrs" beeinträchtigt, wirtschaftliche und politische Auswirkungen haben wird.
Nachrichtenquelle: AA
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