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Großbritannien bereitet Verbot von Social-Media-Zugang für unter 16-Jährige vor

Die britische Regierung plant, Anfang 2027 ein umfassendes Verbot in Kraft zu setzen, das Kindern unter 16 Jahren die Nutzung von Social-Media-Plattformen untersagt.

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Großbritannien bereitet Verbot von Social-Media-Zugang für unter 16-Jährige vor

In Großbritannien wird ein bedeutender Schritt unternommen, um die digitale Sicherheit von Kindern zu erhöhen. Premierminister Keir Starmer kündigte nach umfassenden Beratungen an, dass ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren eingeführt wird. Die Regierung hat ihre Bemühungen beschleunigt, um diese Regelung Anfang nächsten Jahres umzusetzen.

Im Rahmen der Neuregelung wurden neue Grenzen für die Nutzung sozialer Medien festgelegt, während gleichzeitig untersucht wurde, wie sich diese Anwendungen auf die Entwicklung von Kindern auswirken und welche potenziellen Gefahren sie bergen. Starmer betonte, dass das Verbot nicht nur die Kinder, sondern das allgemeine Wohlergehen der Gesellschaft betreffe, und sagte: „Heute ist ein wichtiger Tag für unser Land. Wir leiten einen großen Wandel für unsere Kinder und unsere Zukunft ein. Ich kann mitteilen, dass die Regierung beschlossen hat, den Zugang zu sozialen Medien für unter 16-Jährige zu verbieten.“

Starmer betonte, dass soziale Medien negative Auswirkungen auf junge Menschen hätten und die Plattformen süchtig machend gestaltet seien. Er äußerte sich wie folgt:

„Ich danke allen, die mutig gearbeitet haben, einschließlich der Familien, die nach tragischen und schrecklichen Verlusten Kampagnen zu diesem Thema geführt haben. Heute ist ein großer Tag für unser Land. Ein Tag, an dem ein großer Schritt für den Wandel zum Wohle unserer Kinder und unserer Zukunft vollzogen wird. Ich kann heute ankündigen, dass die Regierung den Zugang zu sozialen Medien für alle Kinder unter 16 Jahren verbieten wird.“

Starmer unterstrich, dass er die gleichen Sorgen wie andere Eltern um die Sicherheit und das Glück seiner eigenen Kinder teile, und sagte: „Alle Eltern wünschen sich das. Aber wir müssen uns die Frage stellen: Glauben wir wirklich, dass soziale Medien ein glückliches Umfeld für Kinder schaffen?“

DETAILS UND PLATTFORMREGULIERUNGEN

Der Premierminister teilte mit, dass sich die zu ergreifenden Maßnahmen nicht nur auf beliebte Social-Media-Apps beschränken, sondern auch Tools wie VPNs einbeziehen werden, die Kinder nutzen, um das Verbot zu umgehen. Anwendungen, die ausschließlich Bildungszwecken dienen, wie YouTube Kids und Google Classroom, werden von diesen Beschränkungen ausgenommen.

Starmer erklärte, dass man bei der Umsetzung der Regelung auf Erfahrungen aus anderen Ländern zurückgreifen werde und dabei insbesondere die Beispiele aus Australien berücksichtigt würden. Zudem betonte er, dass Eltern bei dem Versuch ihrer Kinder, das Verbot zu umgehen, durch zusätzliche Maßnahmen unterstützt würden, die Sanktionen jedoch nicht gegen die Kinder, sondern gegen die Social-Media-Plattformen gerichtet seien.

Darüber hinaus wies Starmer darauf hin, dass Cybermobbing auf den Plattformen, die Konfrontation mit unangemessenen Inhalten und die zunehmende Zeit, die Kinder vor dem Bildschirm verbringen, negative Folgen für die kindliche Entwicklung hätten. Die Regierung befürwortet dieses Verbot, um Kinder dazu zu ermutigen, sich auf ihre Bildung und ihr soziales Leben zu konzentrieren.

„Ich bin nicht bereit, bei der Sicherheit und dem Glück unserer Kinder Kompromisse einzugehen. Deshalb muss dieses Verbot kommen und es wird kommen. Es wird nicht einfach sein, denn einige Unternehmen wollen, dass wir glauben, soziale Medien seien ein unveränderlicher Teil der natürlichen Ordnung. Wir müssen gegen diese Art von erlernter Hilflosigkeit kämpfen. Wir können das ändern und wir werden es ändern“, fügte er hinzu.

SANKTIONEN UND DEBATTEN ÜBER FREIHEIT

Im Rahmen der neuen Regelung wurde klargestellt, dass sich die Sanktionen gegen Social-Media-Unternehmen richten werden. Kinder werden nicht direkt mit strafrechtlichen Sanktionen belegt, selbst wenn sie versuchen, trotz des Verbots Zugang zu erhalten. Starmer äußerte sich dazu wie folgt:

„Die Sanktion für das Verbot wird gegen die Dienstanbieter verhängt, nicht gegen die Kinder. Wir werden keine Schritte gegen 13- oder 14-Jährige unternehmen, die nach Wegen suchen, die von Erwachsenen aufgestellten Regeln zu brechen.“

In Bezug auf die Meinungsfreiheit fügte Starmer hinzu, dass das Verbot den Schutz von Kindern als Priorität behandle und argumentierte, dass der Schutz der kindlichen Gesundheit gleichzeitig mit technologischen Fortschritten möglich sei.

Während die Gesetzesänderung landesweit für Diskussionen sorgt, wurde erklärt, dass der Wandel der kulturellen und digitalen Gewohnheiten Zeit in Anspruch nehmen werde. Es wurde bekannt gegeben, dass die Regierung eine „rote Linie“ für schädliche Inhalte für Kinder gezogen habe, während lehrreiche und nützliche Anwendungen vom Zugang ausgeschlossen bleiben sollen.


Nachrichtenquelle: 12punto