Große Drogenrazzia in Europa
Nach einer großangelegten Operation, die sich von Belgien bis Spanien erstreckte und in Zusammenarbeit von sechs Ländern durchgeführt wurde, konnte ein internationales Netzwerk für synthetische Drogen zerschlagen werden. Dabei wurden fast tausend Tonnen Chemikalien sichergestellt und mehr als 85 Personen festgenommen.
Infolge einer europaweiten Großrazzia wurde dem Produktions- und Vertriebsnetzwerk für synthetische Drogen ein schwerer Schlag versetzt. Im Rahmen der Operation wurden 24 Labore, die auf industriellem Niveau produzierten, außer Betrieb gesetzt und etwa tausend Tonnen Chemikalien von den Behörden beschlagnahmt. Sowohl die Schließung der Labore als auch die Festnahme eines der beiden Hauptakteure des Netzwerks machten die Operation zu einem der bedeutendsten Erfolge.
Nach Angaben der Behörden wurden in den betroffenen Laboren illegal synthetische Drogen wie MDMA, Amphetamin und Methamphetamin hergestellt. An der Operation waren Polizeieinheiten aus Belgien, Tschechien, Deutschland, den Niederlanden, Polen und Spanien beteiligt; dank einer umfassenden Koordination konnten in mehreren Ländern zeitgleich Razzien durchgeführt werden.
Andy Kraag, Leiter des Europäischen Zentrums für die Bekämpfung der Schweren und Organisierten Kriminalität, betonte das Ausmaß der Operation und erklärte: „Dies ist die größte Operation, die wir jemals gegen die Produktion und den Vertrieb synthetischer Drogen durchgeführt haben.“ Kraag wies zudem darauf hin, dass der illegalen Lieferkette für Chemikalien, die von den kriminellen Netzwerken genutzt wurde, ein schwerer Schlag versetzt worden sei.
Es wurde berichtet, dass mehr als 85 Personen im Zuge der Operation festgenommen wurden, darunter zwei wichtige Akteure aus Polen. Mit der Festnahme dieser Anführer wird davon ausgegangen, dass auch die Führungsebene des Netzwerks zerschlagen wurde.
Die Ermittlungen begannen den Angaben zufolge im Jahr 2024. Nachdem die polnische Polizei ein Netzwerk identifiziert hatte, das große Mengen an „legalen Chemikalien“ aus China und Indien importierte, ergaben die Untersuchungen, dass diese Substanzen an Labore in verschiedenen Ländern geliefert wurden. Es wurde festgestellt, dass die Chemikalien innerhalb der Europäischen Union durch falsche Etikettierung und Umverpackung verteilt wurden.
120 TAUSEND LITER GIFTIGE CHEMISCHE ABFÄLLE SICHERGESTELLT
Die Behörden machten zudem auf die Umweltschäden aufmerksam, die durch die Produktion synthetischer Drogen entstehen. Sie gaben bekannt, dass insgesamt mehr als 120.000 Liter giftiger chemischer Abfälle sichergestellt wurden, die andernfalls größtenteils direkt in die Natur oder in Gewässer gelangt wären. Kraag kommentierte dies mit den Worten: „Heute ist es Profit für die Kriminellen. Morgen ist es Umweltverschmutzung.“
Bezüglich der Operation sagte Kraag: „Diese kriminellen Gruppen haben nun keinen Nachschub mehr“, und betonte, dass ein wesentlicher Teil des Netzwerks beseitigt worden sei. Es wurde jedoch hervorgehoben, dass die Ermittlungen noch andauern und weitere potenzielle Vertriebsnetzwerke in Europa genau beobachtet werden. „Dies ist einer der größten Distributoren, aber nicht der einzige. Wir suchen weiter“, unterstrich er, dass die Operation fortgesetzt werde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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