Haftstrafe für ehemaligen Präsidenten wegen illegalen Grenzübertritts
Der ehemalige georgische Präsident Micheil Saakaschwili wurde wegen des illegalen Grenzübertritts im Jahr 2021 zu einer Haftstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Mit diesem Urteil wurde Saakaschwili zum dritten Mal zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Der ehemalige georgische Präsident Micheil Saakaschwili wurde wegen des illegalen Grenzübertritts zu einer Haftstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Das Stadtgericht Tiflis befand Saakaschwili für schuldig, im Jahr 2021 die georgische Grenze illegal überschritten zu haben, und verkündete das Urteil. Das Gericht gab zudem bekannt, dass Saakaschwili für einen Zeitraum von 3 Jahren das Recht entzogen wird, als Staatsbeamter tätig zu sein.
DRITTE HAFTSTRAFE
Das heute verkündete Urteil ist die dritte Haftstrafe für Saakaschwili. Saakaschwili, der das Präsidentenamt zwischen 2004 und 2013 innehatte, wurde nach dem Ende seiner Amtszeit wegen verschiedener Vorwürfe weiter juristisch verfolgt. Im Jahr 2018 wurde er in Abwesenheit zu 6 Jahren Haft verurteilt, weil er während seiner Amtszeit seine Befugnisse zur Begnadigung in einem Mordfall missbraucht und den Abgeordneten Waleri Gelaschwili hatte verprügeln lassen. Zudem erhielt er am 12. März 2022 in einem Korruptionsprozess wegen der Veruntreuung staatlicher Haushaltsmittel eine Haftstrafe von 9 Jahren.
NACH RÜCKKEHR IN SEIN LAND VERHAFTET
Saakaschwili verließ sein Land nach dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2013. Am 1. Oktober 2021 kehrte er jedoch nach Georgien zurück und wurde umgehend in Gewahrsam genommen. Aufgrund der gegen ihn vorliegenden Haftbefehle wurde Saakaschwili verhaftet und in das Gefängnis in der Stadt Rustawi gebracht. Nach seiner Verhaftung protestierte Saakaschwili mit einem 50-tägigen Hungerstreik. Da sich sein Gesundheitszustand in dieser Zeit verschlechterte, wurde Saakaschwili in der Stadt Gori medizinisch behandelt.
Saakaschwilis Gesundheitszustand verschlechterte sich während seiner Zeit im Gefängnis weiter. Anfang 2022 begann er zwischen dem 21. Februar und dem 10. März im Gefängnis von Rustawi erneut einen Hungerstreik. Anschließend wurde er am 12. Mai 2022 zur Fortsetzung seiner Behandlung in die Vivamedi-Klinik in Tiflis verlegt. Saakaschwili wird dort weiterhin als Häftling medizinisch betreut.
BEHAUPTET, EIN POLITISCHER GEFANGENER ZU SEIN
Saakaschwili weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück und erklärt, er sei davon überzeugt, dass der gesamte Prozess eine politische Entscheidung sei. Der ehemalige Präsident argumentiert, dass die georgische Regierung ihn als politischen Gefangenen ins Visier nehme, und beteuert seine Unschuld.
Nachrichtenquelle: 12punto
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