Hakan Fidan und Lawrow trafen sich in Ankara: Wird die Türkei in der Ukraine vermitteln?
Außenminister Hakan Fidan traf sich heute in Ankara mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow. Bei dem Treffen wurden die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie und Handel sowie die Themen Syrien und Ukraine erörtert.
Der russische Außenminister Sergei Lawrow stattete Ankara am Jahrestag des Ukraine-Krieges einen offiziellen Besuch ab. Lawrow traf sich mit Außenminister Hakan Fidan und hielt eine gemeinsame Pressekonferenz ab. Bei dem Treffen wurden neben der Ukraine-Krise und regionalen Sicherheitsfragen auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern erörtert.
Fidan betonte, dass die Türkei seit Beginn des Krieges eine Lösung durch Diplomatie unterstütze. Fidan ging auch auf die Aktivitäten von Terrororganisationen in Syrien ein und erinnerte daran, dass die Türkei für einen dauerhaften Frieden in der Region arbeite.
Fidan erklärte, dass die von den USA initiierte Friedensinitiative mit der Politik der Türkei übereinstimme, und sagte: 'Wir messen dieser Initiative als ergebnisorientiertem Ansatz große Bedeutung bei.' Fidan wies auf die globalen Auswirkungen des Krieges hin und sagte: 'Der Krieg wirkt sich negativ auf verschiedene Regionen aus. Es muss eine dauerhafte Lösung gefunden werden.'
Fidan brachte zum Ausdruck, dass die Türkei bereit sei, Friedensgespräche auszurichten, und äußerte sich wie folgt:
'Wir sind entschlossen, jeden Schritt zu unternehmen, der zum Frieden beitragen wird. Wir verfolgen die Frage der Sicherheitsgarantien genau. Wir können nicht dulden, dass sich Terrororganisationen in Syrien festsetzen. Wir erwarten von allen, dass sie die Sicherheitsbedenken der Türkei respektieren.'

RUSSLANDS BEDINGUNGEN FÜR DIE UKRAINE
Lawrow erläuterte die Vorbedingungen für ein Ende des Ukraine-Krieges. Lawrow erklärte, dass Praktiken wie das Verbot der russischen Sprache in der Ukraine zum Ausbruch des Krieges beigetragen hätten, und kündigte an, dass ein NATO-Beitritt der Ukraine verhindert werden müsse.
Lawrow warf der Kiewer Führung eine russlandfeindliche Haltung vor und sagte:
'Wenn der NATO-Beitritt der Ukraine verhindert wird, wird der Krieg aufhören. Ohne diesen Schritt ist eine dauerhafte Lösung nicht möglich. Das Nazi-Regime hat versucht, die jahrhundertealte russische Präsenz durch das Verbot der russischen Sprache zu vernichten. Die Krim hat aufgrund dieses Drucks ihre eigene Entscheidung getroffen.'
Lawrow äußerte sich auch zur Sicherheit der Erdgaspipeline Turkish Stream und sagte: 'Das Kiewer Regime versucht, diese Pipelines durch terroristische Angriffe außer Betrieb zu setzen.'
Lawrow ging auch auf die Gespräche Russlands mit den USA ein und behauptete, dass die USA separatistische Gruppen im Norden Syriens unterstützten, und fügte hinzu:
'Bei den Gesprächen in Riad kamen unterschiedliche Ansichten zum Vorschein. Wir werden unsere Gespräche mit unseren US-Partnern fortsetzen. Die USA streben die Gründung eines Schein-Staates an. Dies bedroht die Stabilität in der Region.'

Nachrichtenquelle: 12punto
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