Hamas: Die Waffen des Widerstands sind unsere rote Linie
Die Hamas hat erklärt, dass sie den Vorschlag für einen Waffenstillstand im Gazastreifen erhalten habe, betonte jedoch, dass die Waffen des Widerstands ihre rote Linie seien und eine Entwaffnung nicht zur Debatte stehe.
Sami Abu Zuhri, ein hochrangiger Hamas-Funktionär, äußerte sich gegenüber dem Fernsehsender Al Jazeera zu den laufenden Verhandlungen über einen Waffenstillstand und einen Gefangenenaustausch im Gazastreifen.
Abu Zuhri sagte: „Das besetzende Israel verpflichtet sich in seinem neuen Angebot nicht dazu, den Krieg zu beenden; es will lediglich die Gefangenen zurückerhalten.“
„Der uns vorgelegte Vorschlag ist ein israelischer Vorschlag und beinhaltet im Rahmen der Verhandlungen zur zweiten Phase erstmals die Entwaffnung des Widerstands“, erklärte Abu Zuhri. Er unterstrich, dass der palästinensische Widerstand die Waffen nicht niederlegen werde, und fügte hinzu: „Die Waffen des Widerstands sind eine Million Mal unsere rote Linie; an eine Abgabe oder auch nur eine Diskussion darüber ist nicht zu denken.“
Abu Zuhri erklärte, man sei bereit, alle israelischen Gefangenen im Austausch für ein Ende der Angriffe auf den Gazastreifen und den Abzug der israelischen Armee aus dem Gebiet freizulassen.
Der Hamas-Funktionär äußerte: „(Der israelische Premierminister Benjamin) Netanjahu arbeitet für seine eigene politische Zukunft, und (US-Präsident Donald) Trump ist sein Partner bei der Tötung der Menschen in Gaza.“
Mit Blick auf den für Mitte Mai geplanten Besuch Trumps im Nahen Osten sagte Abu Zuhri: „Der Besuch von Trump, an dessen Händen das Blut der Frauen und Kinder aus Gaza klebt, sollte in der Region nicht willkommen sein.“
Abu Zuhri betonte, dass die Hamas nicht kapitulieren werde: „Wir werden niemals zulassen, dass der Wille unseres Volkes gebrochen wird. Die Hamas wird nicht kapitulieren, keine weiße Flagge hissen und jedes verfügbare Druckmittel gegen das besetzende Israel einsetzen.“
Er bezeichnete die Geschehnisse im Gazastreifen als „Wahnsinn“ und merkte an, dass darauf nur mit entsprechenden Mitteln reagiert werden könne.
„WIR PRÜFEN DEN VORSCHLAG“
Zudem wurde in einer Erklärung der Hamas mitgeteilt, dass der von den Vermittlern eingegangene Vorschlag derzeit geprüft werde und nach den notwendigen Beratungen so bald wie möglich eine Antwort darauf erfolgen werde.
Es wurde betont, dass die Hamas entschlossen sei, dass jedes Abkommen die Punkte „eines dauerhaften Waffenstillstands, den vollständigen Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen, ein echtes Gefangenenaustauschabkommen, den Beginn eines ernsthaften Prozesses zum Wiederaufbau der durch israelische Angriffe zerstörten Gebiete sowie die Aufhebung der Blockade gegen das palästinensische Volk im Gazastreifen“ beinhalten müsse.
Nachrichtenquelle: AA
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