Hamas kündigt Fortsetzung des Geiselaustauschabkommens an: Stellungnahme aus Israel erwartet
Hamas hat angekündigt, das Geiselaustauschabkommen weiterhin umzusetzen, nachdem die vermittelnden Länder zugesichert haben, die von Israel verursachten Hindernisse bei der Vereinbarung zu beseitigen.
Zusammenstellung: Suat TEKİN - 12punto.com.tr
Nach dem Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu in der vergangenen Woche in Washington wurde spekuliert, dass der Waffenstillstand im Gazastreifen enden könnte. In einer veröffentlichten Erklärung teilte die Hamas mit, dass das Geiselaustauschabkommen aufgrund der Zusagen der vermittelnden Länder in Kraft bleibe.
Berichten der israelischen Presse zufolge habe Netanjahu nach seinem Treffen mit Trump Schritte unternommen, um das Waffenstillstandsabkommen zu beenden. Es wurde behauptet, dass Netanjahu, der eine Delegation für die zweite Runde der Waffenstillstandsverhandlungen in der katarischen Hauptstadt Doha ernannt hatte, gezielt eine 'schwache und ineffektive' Delegation entsandt habe, um die Geiselaustausch- und Waffenstillstandsgespräche zu 'sabotieren'.
Andererseits hat Israel einen Großteil seiner Verpflichtungen im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens nicht erfüllt. Die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF), die sich im Rahmen des Abkommens aus dem Netzarim-Korridor zurückgezogen hatten, sind weiterhin in einigen Gebieten im Norden des Gazastreifens präsent. Zudem hat Israel den Zugang für humanitäre Hilfsgüter, deren Lieferung in den Gazastreifen zugesichert worden war, für die Palästinenser nicht ermöglicht.
Darüber hinaus hatte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz zuvor damit gedroht, den Krieg gegen den Gazastreifen wieder aufzunehmen. Nach diesen Entwicklungen veröffentlichte die Hamas eine Erklärung, in der sie angab, dass der Geiselaustausch 'verschoben' werde.
WARUM IST DAS WAFFENSTILLSTANDSABKOMMEN GEFÄHRDET?
Nachdem Trump erklärt hatte, dass 'die Welt untergehen werde, wenn am Samstag nicht alle Geiseln freigelassen werden', stiegen die Spannungen zwischen der Hamas und Israel. Obwohl Hamas-Vertreter signalisierten, dass sie für Verhandlungen offen seien, betonten sie, dass der Geiselaustausch verschoben worden sei.
Die am Geiselaustausch vermittelnden Mitarbeiter des Roten Kreuzes forderten, dass die verbleibenden Austauschaktionen nach dem letzten Austausch am 8. Februar 'geheim' durchgeführt werden sollten. Während vom Roten Kreuz keine negative Antwort aus Israel oder von der Hamas einging, wurde aufgrund der Gefährdung des Waffenstillstandsabkommens keine neue Erklärung dazu abgegeben, wie zukünftige Geiselaustausche durchgeführt werden sollen.
In einer heutigen Erklärung (13. Februar) teilte die Hamas mit, dass das Geiselaustauschabkommen weiterhin gültig sei, da die vermittelnden Länder Garantien dafür gegeben hätten, die Probleme bezüglich der Nichterfüllung der israelischen Verpflichtungen aus dem Abkommen zu lösen.
DAS GEISELAUSTAUSCHABKOMMEN
Der laufende Austauschprozess zwischen Israel und der Hamas wird im Rahmen des am 19. Januar begonnenen Waffenstillstandsabkommens fortgesetzt. In der ersten Runde des Austauschs ließ Israel 90 palästinensische Gefangene frei, während die Hamas 3 israelische Geiseln freiließ. Beim zweiten Austausch wurden 200 Palästinenser gegen 4 israelische Geiseln freigelassen, während die Hamas beim dritten Austausch 8 Geiseln und Israel 110 Palästinenser übergab. Zuletzt ließ Israel in der 5. Runde des Austauschs 183 Palästinenser gegen 3 Geiseln in der Hand der Hamas frei.
Das Waffenstillstands- und Geiselaustauschabkommen im Gazastreifen war am Sonntag, dem 19. Januar, um 12:15 Uhr türkischer Zeit in Kraft getreten. In den ersten 42 Tagen des aus drei Phasen bestehenden Waffenstillstandsabkommens sollen 33 israelische Geiseln und über 1900 Palästinenser ihre Freiheit erlangen.
In den ersten 5 Runden des Geiselaustauschs kamen insgesamt 693 palästinensische Gefangene frei, während 16 israelische und 5 thailändische Geiseln aus dem Gazastreifen freigelassen wurden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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