Handelsaktivitäten in ukrainischen Häfen am Schwarzen Meer vorübergehend ausgesetzt
Aufgrund der zuletzt verstärkten Angriffe Russlands ist der kommerzielle Schiffsverkehr in den ukrainischen Häfen Odessa, Tschornomorsk und Piwdennyj vollständig zum Erliegen gekommen.
In den drei wichtigsten ukrainischen Häfen am Schwarzen Meer wurde mit Stand vom 23. Juli beobachtet, dass sich dort keine Handelsschiffe mehr befinden. Laut Daten von Schiffsverfolgungsunternehmen sind die Häfen Odessa, Tschornomorsk und Piwdennyj derzeit komplett leer.
Nach einer Erklärung des ukrainischen Ministers für Agrarpolitik und Ernährung, Taras Wyssozkyj, haben Transportunternehmen ihre Zusammenarbeit mit den ukrainischen Häfen am Schwarzen Meer seit dem 22. Juli aus Sicherheitsgründen unterbrochen. Wyssozkyj gab an, dass die Entscheidung aufgrund der zunehmenden militärischen Bedrohung und der Angriffe in der Region getroffen wurde.
Nach den Entwicklungen in der Region hat auch das dänische Unternehmen Maersk seinen Verbindungsdienst zum ukrainischen Hafen Tschornomorsk vorübergehend ausgesetzt. Das Unternehmen kündigte an, dass Importfrachten, die für diesen Hafen erwartet wurden, zum Hafen Constanța in Rumänien umgeleitet werden und Kunden ihre bestehenden Exportbuchungen kostenlos stornieren oder über Constanța umbuchen können.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden bei den jüngsten Angriffen in den Häfen Odessa und Tschornomorsk Infrastrukturen, Lagerhäuser und Schiffe ins Visier genommen, die das ukrainische Militär für den Transport von militärischer Ausrüstung und Treibstoff nutzte. Das Ministerium behauptete, dass diese Einrichtungen für militärische Zwecke genutzt würden.
Die Ukraine hingegen argumentiert, dass die Angriffe Russlands in erster Linie darauf abzielten, den kommerziellen Seeverkehr und den Export von Agrarprodukten zu behindern. Die Häfen Odessa, Tschornomorsk und Piwdennyj, die zu den wichtigsten Exporttoren des Landes zählen, spielen eine entscheidende Rolle bei der Versorgung der Weltmärkte, insbesondere mit Getreide und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen.
Darüber hinaus weist die Ukraine darauf hin, dass Russland in letzter Zeit seine Angriffe auf Schiffe und Hafeninfrastrukturen verstärkt hat, die für logistische Aktivitäten im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer genutzt werden. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Spannungen in der Region unvermindert anhalten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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