Hantavirus-Krise weitet sich aus: Kanarische Inseln laufen Sturm!
Die Regierung der Kanarischen Inseln hat scharf darauf reagiert, dass ein Kreuzfahrtschiff, auf dem Hantavirus-Fälle festgestellt wurden, im Hafen anlegen darf.
Die Regierung der zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln hat sich gegen die Entscheidung der Zentralregierung gewehrt, dem unter niederländischer Flagge fahrenden Kreuzfahrtschiff MV Hondius, auf dem Hantavirus-Fälle aufgetreten sind, das Anlegen auf den Inseln zu gestatten. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, erklärte, die Entscheidung habe keine wissenschaftliche oder technische Grundlage und betonte: „Diese Entscheidung stützt sich auf keinerlei technische Kriterien, und es liegen auch keine ausreichenden Informationen vor, die die Bevölkerung beruhigen oder deren Sicherheit garantieren könnten.“
Clavijo, der der oppositionellen Volkspartei angehört, gab bekannt, dass er ein dringendes Gespräch mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez beantragt habe.
Es wurde berichtet, dass das Schiff, das seit dem 3. Mai vor den Kapverdischen Inseln unter Quarantäne steht, innerhalb von drei Tagen in einem der Häfen von Gran Canaria oder Teneriffa anlegen soll.
3 PERSONEN VERSTORBEN
Auf dem Schiff, das am 1. April von Argentinien aus in See stach und am 3. Mai die Gewässer vor den Kapverdischen Inseln erreichte, befinden sich 88 Passagiere aus 23 verschiedenen Ländern sowie 59 Besatzungsmitglieder. Bisher wurde bei 7 Personen das Hantavirus nachgewiesen, 3 Menschen sind verstorben.
Der erste Todesfall war ein niederländischer Passagier, der am 11. April verstarb. Der Leichnam des Passagiers wurde bis zum 24. April an Bord behalten und anschließend zusammen mit seiner Ehefrau auf St. Helena von Bord gebracht. Die Frau, die während der Evakuierung leichte Symptome zeigte, verschlechterte sich während ihres Fluges nach Johannesburg in Südafrika, wurde ins Krankenhaus eingeliefert und verstarb am 26. April. Zudem wurde bekannt gegeben, dass ein deutscher Passagier an Bord am 2. Mai verstorben ist.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte mit, dass die Kontaktverfolgung für die Passagiere, die sich auf dem betreffenden Flug befanden, fortgesetzt wird.
Nachrichtenquelle: İHA
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