Historischer Schritt der USA gegenüber Syrien
Die Regierung in Washington hat den offiziellen Prozess zur Beendigung der schweren Sanktionen gegen Syrien eingeleitet. US-Präsident Donald Trump kündigte die Entscheidung an, Syrien von der Liste der Staaten zu streichen, die Terrorismus unterstützen, und deutete an, dass dieser Schritt die regionalen Machtverhältnisse verändern könnte.
US-Präsident Donald Trump gab am Mittwoch in einem offiziellen Schreiben an seinen syrischen Amtskollegen Ahmed al-Shara bekannt, dass Syrien von der Liste der staatlichen Terrorunterstützer gestrichen wird. Berichten zufolge wurde Trumps Schreiben der syrischen Delegation nach kritischen Kontakten in Ankara übermittelt.
In seiner schriftlichen Botschaft versprach Trump, alle Hindernisse für die Entwicklung Syriens zu beseitigen, und merkte an, dass diese Schritte in sehr kurzer Zeit umgesetzt würden. Trump erklärte zudem, dass amerikanische Unternehmen bereit seien, in den syrischen Markt zu investieren.
Die Entscheidung tritt nicht automatisch in Kraft. Es ist vorgesehen, dass der US-Kongress die Entscheidung 45 Tage lang prüft, bevor die Beschränkungen gegen Syrien offiziell aufgehoben werden. Auf diese Weise könnten die von den USA verhängten Finanzsanktionen, Beschränkungen bei Verteidigungsexporten und Hindernisse für ausländische Hilfe beseitigt werden.
Der Präsident der syrischen Zentralbank, Safwat Raslan, erklärte in einer Stellungnahme auf seinem Telegram-Kanal, dass dieser Schritt Washingtons den Investitionsfluss in sein Land beschleunigen und den Boden für die Wiedereingliederung Syriens in das globale Finanzsystem bereiten werde.
Bereits im Vorjahr hatte Trump das Sanktionsprogramm gegen Syrien aufgegeben, das das Land von den internationalen Finanzmärkten isoliert hatte.
Parallel zu dieser Entwicklung, die die wirtschaftlichen und politischen Machtverhältnisse im Nahen Osten maßgeblich betrifft, wird berichtet, dass einige große Unternehmen in Saudi-Arabien Investitionspläne in Milliardenhöhe verfolgen und auch in anderen Golfstaaten Vorbereitungen für Finanzhilfen laufen.
In Trumps Schreiben fielen lobende Worte für den syrischen Anführer Ahmed al-Shara auf. Ahmed al-Shara hatte vor 2016 die mit Al-Qaida verbundene Nusra-Front in Syrien befehligt und stand 2024 an der Spitze einer neuen Koalition, die islamistische Oppositionsgruppen gegen die Regierung von Baschar al-Assad vereinte.
Nachrichtenquelle: 12punto
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