Hormus-Krise weitet sich aus: Großbritannien erteilt Trump eine Absage bei „Blockade“-Plänen
Während Großbritannien ankündigte, eine mögliche Blockade der Straße von Hormus durch die USA nicht zu unterstützen, hat Deutschland ein neues Hilfspaket zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Iran-Krise angekündigt.
Der britische Premierminister Keir Starmer hat eine klare Haltung gegen die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer Seeblockade des Iran in der Straße von Hormus eingenommen. Starmer betonte, dass sein Land keine Einschränkungen des Seeverkehrs akzeptieren werde, und erklärte: „Wir werden unsere Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft fortsetzen, um die Freiheit der Schifffahrt zu schützen.“

Trump hatte kürzlich geäußert, er gehe davon aus, dass Großbritannien Minensuchboote in die Region entsenden werde, um Lieferungen aus dem Iran zu unterbinden. Im Gegensatz dazu erklärte Starmer gegenüber BBC Radio 5 Live, dass das Vereinigte Königreich gemeinsam mit über dreißig Ländern an einem langfristigen Plan arbeite, um die Straße von Hormus offen zu halten. Der Premierminister fügte hinzu, dass man die für September geplante Erhöhung der Kraftstoffsteuer neu bewerte und diese Entscheidung davon abhänge, wie sich die aktuelle Lage in der Meerenge in den kommenden Wochen entwickle.
In Deutschland werden unterdessen neue politische Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft in einem Umfeld eingeführt, in dem der Iran und die Konflikte in der Region anhalten. Bundeskanzler Friedrich Merz warnte, dass die militärischen Operationen der USA und Israels gegen den Iran andauern würden und die wirtschaftlichen Folgen für sein Land von langer Dauer sein könnten. Merz kündigte an, dass man ein Unterstützungspaket in Höhe von 1,6 Milliarden Euro vorbereite, um die Verbraucher vor dem Anstieg der Kraftstoffpreise zu schützen.
Zudem teilte die Berliner Regierung mit, dass eine Senkung der Benzinsteuer um 17 Cent pro Liter erfolgen werde und Arbeitgeber ihren Beschäftigten steuerfreie Prämien in Höhe von 1.000 Euro zahlen könnten.
Bundeskanzler Merz äußerte sich wenig überrascht über das Scheitern der Verhandlungen zwischen US-Vizepräsident JD Vance und dem Iran und sagte: „Ich hatte von Anfang an nicht den Eindruck, dass diese Gespräche ordnungsgemäß vorbereitet waren. Dies wird nun ein sehr langwieriger Prozess werden, und wir werden die Folgen dieses Krieges noch über einen längeren Zeitraum hinweg spüren.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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