In Ägypten entdecktes 3700 Jahre altes 'geheimnisvolles' Pharaonengrab sorgt für Diskussionen in der Archäologie
Bei archäologischen Ausgrabungen in Ägypten wurde nach Angaben der Behörden ein etwa 3700 Jahre altes Pharaonengrab entdeckt. Experten zufolge könnte das Grab, das der Abydos-Dynastie zugeordnet wird, den Weg für wissenschaftliche Untersuchungen zu einer der geheimnisvollsten Zivilisationen des alten Ägyptens ebnen. Es wurde festgestellt, dass der Fund neue Erkenntnisse über die Zweite Zwischenzeit Ägyptens liefert und dabei helfen wird, die politische Geschichte der Region besser zu verstehen.
12punto AUSLANDSREDAKTION
Man nahm bisher an, dass die Abydos-Dynastie zwischen 1700 und 1600 v. Chr. Oberägypten und Abydos, eine der ältesten Städte der Region, regierte. Archäologen vertreten die Ansicht, dass das Grab, das am heiligen Anubis-Berg in der Nähe von Abydos gefunden wurde, einem der Könige dieser Dynastie gehört. Während im Grab Inschriften gefunden wurden, die einem Pharao zugeordnet werden könnten, wurde darauf hingewiesen, dass kein mumifizierter Körper entdeckt wurde.
Der Generalsekretär des Obersten Rates für Altertümer in Ägypten, Dr. Mohamed Ismail Khaled, betonte, dass dieser Fund neue Informationen über die Könige der Dynastie liefere und dabei helfe, die komplexe politische Geschichte der Zweiten Zwischenzeit in Ägypten zu verstehen. Khaled fügte hinzu, dass das königliche Grab in Abydos neue wissenschaftliche Beweise für die Entwicklung königlicher Gräber in der Nekropole am Anubis-Berg liefere.
Laut einem Bericht der Daily Mail wurde das Grab von einem ägyptisch-amerikanischen Archäologenteam der University of Pennsylvania in Philadelphia entdeckt. Es wurde bekannt gegeben, dass sich das Grab am Fuße des heiligen Anubis-Berges in einer Tiefe von 7 Metern unter der Erdoberfläche befindet. Das Entdeckungsteam teilte mit, dass die Grabkammer aus Kalkstein gefertigt und mit sogenannten 'Gewölben' bedeckt sei, die als selbsttragende Bögen fungieren. Die Archäologen erklärten, dass die Gewölbe aus Lehmziegeln errichtet wurden.
Auf beiden Seiten des Grabeingangs wurden Inschriften entdeckt, die den altägyptischen Göttinnen Isis und Nephthys gewidmet sind. Nephthys wurde als schützende Göttin, die das Erlebnis des Todes symbolisiert, bei Bestattungszeremonien oft zusammen mit ihrer Schwester Isis erwähnt. Es wurde berichtet, dass an den Wänden des Grabes auch ovale Zeichen, sogenannte Kartuschen, gefunden wurden. Experten vermuten, dass diese Zeichen einst den Namen des Königs in Hieroglyphen trugen.

DAS ÄLTESTE RELIKT DER ABYDOS-DYNASTIE
Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, dass das Grab älter ist als das 2014 in Abydos gefundene Grab von König Senebkay. Experten gaben an, dass dieses Grab einem König gehören könnte, der vor Senebkay regierte. Abydos war im alten Ägypten nicht nur für seine königlichen Gräber bekannt, sondern auch als Zentrum für Pilgerreisen zur Verehrung des Osiris.
Der Behauptung zufolge wurde das neu gefundene Pharaonengrab als das älteste bisher bekannte Werk der Abydos-Dynastie registriert. Experten zufolge sind die Diskussionen über die Existenz der Abydos-Dynastie mit der jüngsten Entdeckung neu entflammt. Während Archäologen unterschiedlicher Meinung darüber sind, ob das Grab tatsächlich der Dynastie angehört, wurde darauf hingewiesen, dass bei den ersten Untersuchungen keine Anzeichen gefunden wurden, die darauf hindeuten, dass das Grab nicht zu Abydos gehört.
Über die Abydos-Dynastie ist nur sehr wenig bekannt. Einige Experten haben die Existenz dieser Dynastie in Frage gestellt. Archäologen, die darauf hinweisen, dass das neu entdeckte Grab einen Beweis für die Existenz der Dynastie darstellt, betonten zudem, dass es wichtige Daten über die am wenigsten erforschte Periode des alten Ägyptens enthält.

EINE 'GESCHICHTSTRÄCHTIGE' KERAMIKWERKSTATT
Neben den Ausgrabungen in Abydos entdeckten Archäologen im Dorf Banawit auch eine Keramikwerkstatt aus der Römerzeit. Diese Werkstatt wurde als eines der größten Produktionszentren registriert, das den neunten Gau von Oberägypten mit Keramik und Glas versorgte.
Es wurde bekannt gegeben, dass in der Werkstatt zahlreiche Öfen, Lagerbereiche und 32 Ostraka (Tonscherben) mit Inschriften gefunden wurden. Es wurde berichtet, dass diese in demotischer und griechischer Schrift verfassten Artefakte Informationen über die Handelsgeschäfte und Steuerzahlungsmethoden der damaligen Zeit liefern.
Das ägyptische Ministerium für Tourismus und Altertümer erklärte: 'Die Keramikwerkstatt verdeutlicht die blühende Industrie Ägyptens in der Römerzeit.' Das Ministerium erklärte, dass beide Entdeckungen zusammen die Vielfalt des Tourismus und der antiken Zivilisation Ägyptens aufzeigen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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