In Somalia werden Präsident und Abgeordnete künftig vom Volk gewählt
Nach einer Verfassungsänderung durch das Parlament in Somalia wurde beschlossen, dass der Präsident und die Abgeordneten künftig direkt vom Volk gewählt werden.
Der somalische Parlamentspräsident Scheich Adan Madobe teilte in einer Presseerklärung mit, dass die Verfassung geändert wurde.
Madobe erklärte, dass gemäß der Änderung künftig das Volk den Präsidenten und die Abgeordneten wählen werde.
Mit dem Beschluss verlängere sich zudem die Amtszeit des Präsidenten von vier auf fünf Jahre, so Madobe weiter. Zudem erhalte der Präsident die Befugnis, den Premierminister zu ernennen und jederzeit seines Amtes zu entheben.
Die Entscheidung des somalischen Parlaments stieß bei einigen Politikern sowie in bestimmten Bundesstaaten wie Puntland auf Kritik.
Somalia wird derzeit durch ein auf Stammeszugehörigkeit basierendes System regiert, das als „4.5-System“ bezeichnet wird. Während die vier großen Stämme des Landes im Parlament mit einer gleichen Anzahl an Abgeordneten vertreten sind, entsenden die übrigen Stämme jeweils die Hälfte dieser Anzahl an selbst gewählten Vertretern in das Parlament.
Nachrichtenquelle: AA
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