Iran: Ausstrahlung von Serie wegen Beleidigung arabischstämmiger Bürger gestoppt
Der Iran hat die Ausstrahlung der Online-Serie „Gurbet“ gestoppt, da diese Inhalte enthielt, die als „Beleidigung arabischstämmiger Bürger“ im Land gewertet wurden.
Die Serie „Gurbet“, die über die iranische Online-Plattform „Nemava“ ausgestrahlt wurde, stieß in sozialen Medien auf Kritik, da sie in einigen Episoden angeblich „Beleidigungen gegenüber arabischstämmigen Bürgern“ des Landes enthielt.
Nach den Protesten leiteten das Innenministerium und die iranische Regulierungsbehörde für audiovisuelle Medien im Internet (SATRA) Beschwerden über die Serie an die Justiz weiter.
Die Generalstaatsanwaltschaft von Teheran gab daraufhin bekannt, dass die Ausstrahlung der Serie gestoppt wurde.
Saman Muradhüseyni, Vorsitzender des iranischen Rates für audiovisuelle Medien (RESTA), informierte gegenüber einem AA-Korrespondenten, dass die Generalstaatsanwaltschaft von Teheran die Entscheidung zum Stopp der Ausstrahlung getroffen habe, da die Serie „Gurbet“ über keine offizielle Sendelizenz verfüge.
Muradhüseyni wies darauf hin, dass Anbieter für Serien, die auf Internetplattformen veröffentlicht werden sollen, vorab einen Antrag stellen und eine Genehmigung einholen müssen.
Um solche Probleme zu vermeiden und eine Unterbrechung der Inhalte zu verhindern, lade man die Plattformen dazu ein, die erforderlichen Genehmigungen einzuholen. „Der RESTA-Rat unterstützt Plattformen und Produzenten dabei, eine Sendelizenz von der SATRA zu erhalten und die Lizenzvergabe zu erleichtern“, sagte er.
'KEINE ABSICHTLICHEN BELEIDIGUNGEN ENTHALTEN'
Muradhüseyni erklärte, dass man mit der Arbeit an einer Lösung begonnen habe, da ein Stopp der Ausstrahlung oder ein Verbot sowohl materielle als auch immaterielle Schäden verursachen könne.
Der iranische Beamte wies darauf hin, dass die Serie keine absichtlichen Beleidigungen gegenüber arabischstämmigen Bürgern enthalte, einige Inhalte jedoch die Bürger möglicherweise verärgert haben könnten. „Wir hoffen, das Problem zu lösen, indem wir die Inhalte entfernen, die zu den Beschwerden der Bürger geführt haben“, sagte er.
Der Generalstaatsanwalt von Teheran, Ali Salihi, erklärte dazu: „Diese Serie besitzt keine SATRA-Lizenz und ihre Ausstrahlung hat bei unseren arabischstämmigen Bürgern zu Unmut und Beschwerden geführt.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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