Iran: Bei einem US-Angriff werden wir im Rahmen der legitimen Selbstverteidigung reagieren
In einem Schreiben an UN-Generalsekretär Antonio Guterres erklärte der Iran, dass man auf einen möglichen Angriff der USA entschlossen im Rahmen des Rechts auf legitime Selbstverteidigung reagieren werde. „In einem solchen Fall wären alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Streitkräfte in der Region legitime Ziele der iranischen Verteidigung. Die volle Verantwortung für alle unvorhersehbaren und unkontrollierbaren Folgen, die sich daraus ergeben könnten, liegt direkt bei den USA“, warnte das Land.
Vom Iran kam ein bemerkenswerter Schritt gegen die Angriffsdrohungen von US-Präsident Donald Trump. Der ständige Vertreter Irans bei den Vereinten Nationen (UN), Amir Said Iravani, sandte einen Brief an UN-Generalsekretär Antonio Guterres, in dem er betonte, dass die Drohungen der USA, Gewalt gegen den Iran anzuwenden, gegen das Völkerrecht verstoßen. In seinem Schreiben erinnerte Iravani an Trumps Äußerungen, dass der Stützpunkt Diego Garcia für einen möglichen militärischen Angriff auf den Iran genutzt werden könnte, und warnte: „Diese Drohungen stellen einen klaren Verstoß gegen die UN-Charta und das Völkerrecht dar und bergen das Risiko, die Region in einen neuen Kreislauf aus Krise und Instabilität zu stürzen.“
„DIE FOLGEN WÄREN KATASTROPHAL“
Iravani wies auf die angespannte Lage in der Region sowie auf die militärische Aufrüstung der USA hin und betonte, dass Trumps Äußerungen nicht nur bloße Rhetorik seien: „Die fraglichen Äußerungen deuten auf das Risiko eines tatsächlichen militärischen Angriffs hin. Ein solcher Angriff, dessen Folgen für die Region katastrophal wären, stellt eine ernsthafte Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit dar.“
IRAN BEKRÄFTIGT BINDUNG AN DIPLOMATISCHE LÖSUNG
Iravani betonte, dass der Iran weiterhin voll und ganz an den Zielen und Prinzipien der UN sowie an einer diplomatischen Lösung festhalte. Er unterstrich, dass sein Land konstruktiv, ernsthaft und in gutem Glauben an den Atomgesprächen mit der US-Regierung teilnehme, um Unklarheiten über das friedliche Nuklearprogramm des Landes auszuräumen. Iravani erinnerte daran, dass man auch von den USA einen ernsthaften, auf Gleichberechtigung basierenden Ansatz erwarte: „Der Iran ist der Ansicht, dass eine dauerhafte und vernünftige Lösung durchaus möglich ist, wenn die USA diesen Gesprächen mit der gleichen Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit begegnen und die Prinzipien der UN sowie die Normen des Völkerrechts respektieren.“
„NORMALISIERUNG VON AGGRESSION DARF NICHT ZUGELASSEN WERDEN“
Iravani forderte den UN-Sicherheitsrat auf, seiner Verantwortung zur Wahrung des Weltfriedens und der Sicherheit nachzukommen und gegen die rechtswidrigen Gewaltandrohungen der USA vorzugehen: „Die USA müssen ihre Verpflichtungen einhalten, insbesondere gemäß Artikel 2(4) der UN-Charta, und von jeglichen Handlungen absehen, die die Spannungen eskalieren lassen oder zu einem militärischen Konflikt führen könnten. Andernfalls werden die Folgen für den regionalen und internationalen Frieden und die Sicherheit schwerwiegend und weitreichend sein.“ Iravani betonte, dass Guterres und der UN-Sicherheitsrat unverzüglich handeln müssten: „Die Normalisierung, Legitimierung oder Umwandlung von Gewaltandrohungen und Aggressionsakten in ein akzeptables politisches Instrument darf nicht zugelassen werden. Andernfalls wird ein weiterer souveräner Staat in ähnlicher Weise zum Ziel werden.“
„DIE VERANTWORTUNG FÜR MÖGLICHE UNKONTROLLIERBARE FOLGEN LIEGT BEI DEN USA“
Iravani bekräftigte, dass der Iran weder nach Spannungen noch nach Krieg suche, aber entschlossen sei, sich zu verteidigen: „Sollte unser Land einem militärischen Angriff ausgesetzt sein, werden wir unter Ausübung unseres Rechts auf legitime Selbstverteidigung gemäß Artikel 51 der UN-Charta entschlossen und verhältnismäßig reagieren. In einem solchen Fall wären alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Streitkräfte in der Region legitime Ziele der iranischen Verteidigung. Die volle Verantwortung für alle unvorhersehbaren und unkontrollierbaren Folgen, die sich daraus ergeben könnten, liegt direkt bei den USA.“ Iravani beantragte, dass das versandte Schreiben als offizielles Dokument an die UN-Mitgliedstaaten weitergeleitet wird.
Nachrichtenquelle: İHA
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