Irans Außenminister Araktschi: Unsere Zusammenarbeit wird eine neue Form annehmen
Der iranische Außenminister Abbas Araktschi betonte, dass der Iran am Atomwaffensperrvertrag (NVV) festhalten werde, erklärte jedoch: „Unsere Zusammenarbeit mit der IAEO wurde nicht eingestellt, aber aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der Realitäten vor Ort wird unsere Kooperation mit der Agentur eine neue Form annehmen.“
Der iranische Außenminister Abbas Araktschi traf sich in der Hauptstadt Teheran mit Botschaftern, Geschäftsträgern und internationalen Vertretern. In seiner Rede dankte Araktschi den Ländern, die die militärischen Angriffe auf das friedliche Atomprogramm des Iran verurteilt hatten: „Ich freue mich, dass Sie Ihre Arbeit in Ruhe fortsetzen können. Wir sind allen befreundeten Ländern dankbar, die den offenen Angriff auf unsere friedlichen Atomanlagen verurteilt und den Hinterbliebenen unserer verstorbenen Bürger ihr Beileid ausgesprochen haben.“
„DIE ZUSAMMENARBEIT WIRD EINE NEUE FORM ANNEHMEN“
Araktschi betonte, dass der Iran am Atomwaffensperrvertrag (NVV) festhalten werde: „Unser Programm war und bleibt friedlich. Wir werden auch weiterhin das mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) unterzeichnete Sicherungsabkommen einhalten. Unsere Zusammenarbeit mit der IAEO wurde nicht eingestellt, aber aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der Realitäten vor Ort wird unsere Kooperation mit der Agentur eine neue Form annehmen. Das ist ein völlig natürlicher Vorgang“, erklärte er.
Araktschi wies darauf hin, dass im Rahmen des vom iranischen Parlament verabschiedeten Gesetzes die gesamte Zusammenarbeit mit der IAEO künftig vom Obersten Nationalen Sicherheitsrat geleitet werde: „Die Anträge der Agentur auf Inspektionen im Iran und die Fortsetzung der Zusammenarbeit werden vom Rat einzeln geprüft, und jede Anfrage wird unter Berücksichtigung der Sicherheits- und Schutzbedingungen entschieden“, sagte er.
„WIR HÄTTEN ES LÄNGST GETAN“
Mit Blick auf den militärischen Angriff auf die Atomanlagen sagte Araktschi: „Sich diesen Anlagen zu nähern, bringt nun neue und ernsthafte Gefahren mit sich. Wir sind mit der Haltung der IAEO nicht zufrieden. Der Bericht der Agentur führte zu einer rein politischen Entscheidung, und diese Situation wurde zum Vorwand für militärische Angriffe auf unsere Atomanlagen. Dabei hätten wir, wenn wir die Absicht hätten, Atomwaffen herzustellen, dies längst getan. Auch wenn wir heute starke Argumente hätten, bleiben wir unseren islamischen und humanitären Prinzipien verpflichtet.“
„WIR WOLLEN GARANTIEN“
Araktschi erklärte, dass sein Land für einen Dialog über sein Atomprogramm jederzeit offen sei: „Wie in der Vergangenheit sind wir auch in Zukunft offen für Verhandlungen über unser Atomprogramm. Sollte ein solcher Prozess jedoch wieder aufgenommen werden, müssen natürlich Garantien dafür gegeben werden, dass der Prozess diesmal nicht von den USA oder anderen Ländern in einen Krieg getrieben wird.“
„KEINE LÖSUNG“
Araktschi betonte, dass es keinen anderen Weg als eine konsensbasierte Lösung gebe: „Der letzte Krieg hat dies deutlich gezeigt. Der Iran ist bereit, der Gegenseite Sicherheit zu geben. Aber wir wollen auch sehen, dass sie der Diplomatie wirklich verpflichtet sind. Diplomatie darf nicht als Deckmantel für andere Ziele dienen.“
„WIRD AUF ATOMFRAGEN BESCHRÄNKT SEIN“
Araktschi sagte: „Sollte ein Verhandlungsprozess beginnen, wird sich das Thema dieser Verhandlungen im Rahmen der von mir genannten Bedingungen ausschließlich auf Atomfragen beschränken. Die Aufhebung der Sanktionen kann im Gegenzug für Garantien zum iranischen Atomprogramm diskutiert werden; kein anderes Thema wird Gegenstand der Verhandlungen sein.“
Nachrichtenquelle: İHA
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