Irans Außenminister widerspricht Trump bezüglich Aufnahme von Gesprächen
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, dass entgegen den Äußerungen der US-Regierung keine Entscheidung über die Aufnahme von Nukleargesprächen mit Washington getroffen worden sei.
Araghchi äußerte sich in einer Sendung des staatlichen Fernsehens zu den Angriffen Israels und der USA auf sein Land: "Eine Atommacht und ein Regime mit Atomwaffen haben sich mit Hilfe der Europäer mobilisiert und Pläne geschmiedet, um das iranische Volk zu spalten und den 50-jährigen Kampf gegen die amerikanische Hegemonie zu beenden, doch sie waren nicht erfolgreich."
Mit Blick auf den Nuklearverhandlungsprozess mit den USA vor den Angriffen sagte Araghchi: "In den letzten Verhandlungen versuchten sie, uns davon zu überzeugen, auf die Rechte der iranischen Nation zu verzichten. Als wir dies nicht akzeptierten, zwangen sie uns einen Krieg auf und gaben dem kriminellen zionistischen Regime (Israel) die Erlaubnis, Angriffe durchzuführen."
Araghchi fuhr fort:
"Die Amerikaner haben die Diplomatie verraten, während die Verhandlungen noch liefen. Diese Erfahrung wird unsere Entscheidung über zukünftige Gespräche mit ihnen beeinflussen, aber die Diplomatie geht weiter und ich stehe mit den Außenministern einiger Länder in Kontakt."
Auf die Frage nach der gestrigen Aussage des US-Präsidenten Donald Trump, "Wir werden uns nächste Woche mit den Iranern treffen", sagte Araghchi: "Nehmen Sie diese Aussagen nicht ernst. Es wurde noch keine Vereinbarung für Verhandlungen mit den USA getroffen. Es gab nicht einmal ein Gespräch darüber. Von ihnen kommen ständig widersprüchliche Aussagen."
Zur Frage nach dem vom iranischen Parlament verabschiedeten und vom Wächterrat, der letzten Entscheidungsinstanz, gebilligten Gesetz, das die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) stoppt, sagte Araghchi: "Das neue Gesetz ist für uns bindend. Der Bericht von (IAEO-Chef Rafael Mariano) Grossi ebnete den Weg für eine Lösung, die ein Vorbote der Aggression Israels war. Der Bericht war weder korrekt noch fair. Zudem wurden unsere Atomanlagen angegriffen und die IAEO konnte dies nicht einmal verurteilen."
Zu dem Waffenstillstandsprozess, der 12 Tage nach den gegenseitigen Angriffen zwischen dem Iran und Israel eintrat, merkte Araghchi Folgendes an:
"Es gab Gerüchte, dass der Iran und das zionistische Regime (Israel) verhandelt hätten, oder dass beide Seiten mit den USA verhandelt hätten, oder dass die USA vermittelt hätten. Nichts davon war wahr. Das zionistische Regime kam aus Verzweiflung an den Punkt, die Angriffe einzustellen, und wir haben nicht weitergemacht, als die Angriffe aufhörten. Es gab keine Vorbedingungen und wir haben keine Forderungen gestellt. Es war das zionistische Regime, das den Stopp der Operation forderte. Der Iran kündigte daraufhin basierend auf seiner festgelegten Politik an, dass wir nicht die Absicht hätten fortzufahren, wenn die Angriffe nicht weitergingen. Folglich wurde die Operation eingestellt."
Nachrichtenquelle: AA
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