Scharfe Warnung Irlands an Israel: 'Gazastreifen in den Hunger zu treiben ist ein Kriegsverbrechen'
Der irische Premierminister Micheal Martin und der stellvertretende Premierminister Simon Harris haben die israelische Blockade von Hilfslieferungen für den Gazastreifen scharf kritisiert. Martin betonte, dass das Aushungern des Gazastreifens ein Kriegsverbrechen darstelle und das Völkerrecht missachtet werde. Harris erklärte, er könne das Entsetzen über die Geschehnisse kaum in Worte fassen und fügte hinzu: "Kinder hungern, Krankenhäuser werden angegriffen."
Der irische Premierminister Micheal Martin sowie der stellvertretende Premierminister und Minister für Außen- und Verteidigungsangelegenheiten, Simon Harris, haben scharf auf die israelische Blockade humanitärer Hilfe für den Gazastreifen reagiert. Die beiden Politiker äußerten sich auf dem Global Ireland Summit besorgt über die Verschärfung der humanitären Krise in der Region.

(Der irische Premierminister Micheal Martin)
Premierminister Micheal Martin forderte einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen, die Freilassung der Geiseln sowie die ungehinderte Lieferung humanitärer Hilfe in das Gebiet und erklärte:
"Seit mehr als 50 Tagen ist es nicht gestattet, Lebensmittel, Medikamente und lebensnotwendige Güter in den Gazastreifen zu bringen. Durch die Blockade der humanitären Hilfe treibt Israel den Gazastreifen in eine Hungerkrise."
Martin betonte, dass die gezielte Attacke auf Zivilisten inakzeptabel sei, und richtete eine klare Botschaft an Israel: "Unabhängig von den Umständen ist es prinzipiell und rechtlich falsch, der Zivilbevölkerung Hunger und Leid zuzufügen."
In seiner Erklärung unterstrich Martin, dass ein solches Vorgehen nicht nur ethisch, sondern auch rechtlich ein Verbrechen darstelle: "Dieses Verhalten stellt eindeutig ein Kriegsverbrechen dar. Zudem ist es völlig inakzeptabel, über die Vertreibung der Menschen im Gazastreifen und eine dauerhafte Besatzung zu sprechen. Dies verstößt nicht nur gegen das Völkerrecht. Die Geschichte hat uns gezeigt, dass diese Situation keine Lösung bietet."
Der irische Regierungschef bekräftigte zudem, dass man an eine Zwei-Staaten-Lösung als einzigen Weg zu dauerhaftem Frieden und Stabilität im Nahen Osten glaube. Er betonte, dass man sich weiterhin gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft für dieses Ziel einsetzen werde.
Der stellvertretende Premierminister Simon Harris drückte in seiner Bewertung seine tiefe Enttäuschung und Wut über die Behinderung humanitärer Hilfe mit folgenden Worten aus:
"Wir finden kaum diplomatische Worte, um auszudrücken, wie angewidert und entsetzt wir über die Blockade der humanitären Hilfe für den Gazastreifen sind. Kinder hungern. Selbst einfachste Schmerzmittel sind nicht verfügbar. Krankenhäuser werden angegriffen, und das Ausmaß der Toten und der Zerstörung im Gazastreifen ist unvorstellbar."

(Der irische stellvertretende Premierminister Simon Harris)
Harris erinnerte daran, dass der Gazastreifen am Rande einer Hungersnot stehe, und bezeichnete dies als eine Schande für die Menschheit.
"Wir dürfen nicht zulassen, dass dies geschieht. Wenn die Menschen in der Geschichte zurückblicken und diese Tage betrachten, werden sie sagen: 'Die Menschen haben nicht genug getan.'" appellierte er an die internationale Gemeinschaft.
Nachrichtenquelle: AA
Meistgelesen
Junges Paar stirbt bei Absturz mit Geländewagen 15 Meter in die Tiefe
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Warnung vor dem Risiko von Haarausfall bei GLP-1-Medikamenten
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu
Die Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters, die die CHP gewonnen hatte, wird ab der dritten Runde wiederholt
Der neue Vorstand von Fenerbahçe steht fest
Junge Köchin stirbt nach Sturz von Hotelterrasse