Israel: Eingreifen wird schwierig, falls die Spannungen im Ramadan eskalieren
Die israelische Armee und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet haben davor gewarnt, dass es schwierig sein werde, einen möglichen Anstieg der Spannungen während des Ramadan aufgrund von Beschränkungen für die Al-Aqsa-Moschee unter Kontrolle zu bringen.
Ein Bericht, den die israelische Armee und der Schin Bet Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vorlegen wollen, enthält Bedenken hinsichtlich der Zugangsbeschränkungen zur Al-Aqsa-Moschee vor Beginn des Ramadan. Armee und Sicherheitsbehörden erklären, dass ein Eingreifen schwierig sein werde, sollte sich die Lage verschlechtern.
KRITISCHER BERICHT AN NETANJAHU
In dem erstellten Lagebericht wird zum Ausdruck gebracht, dass die Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung der Sicherheitslage im Westjordanland hoch sei und ein Eingreifen fraglich wäre, falls diese Situation zu den bereits bestehenden Sicherheitsproblemen an den Grenzen zum Gazastreifen und zum Libanon hinzukomme.
ANSTIEG DER SICHERHEITSBEDROHUNGEN
In dem Bericht wird mitgeteilt, dass es im letzten Jahr einen Anstieg der bewaffneten Angriffe im Westjordanland und in Jerusalem um 80 % gegeben habe und seit dem 7. Oktober 2023 mehr als 500 Sicherheitsvorfälle in diesen Gebieten verzeichnet worden seien. Zudem wird auf die Versuche der Hamas eingegangen, Operationen vom Gazastreifen aus in das Westjordanland zu lenken.
SORGE VOR SPANNUNGEN IM RAMADAN
Nach der Forderung des israelischen Ministers für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, Palästinensern den Zutritt zur Al-Aqsa-Moschee während des Ramadan zu verbieten, wird darauf hingewiesen, dass auch für palästinensische Bürger Israels unter einem bestimmten Alter Einschränkungen für den Gottesdienst eingeführt werden sollen. Diese Entscheidungen und frühere Verstöße könnten zu einer weiteren Verschärfung der Spannungen in der Region führen.
SPANNUNGEN IN FRÜHEREN JAHREN
Frühere Verstöße Israels gegen die Al-Aqsa-Moschee hatten bereits zu ernsthaften Spannungen und Gewalttaten in der Region geführt. Die Razzien während des Ramadan 2021 lösten großflächige Proteste innerhalb Israels und in den besetzten Gebieten aus und endeten in den 11 Tage andauernden Angriffen auf den Gazastreifen.
Dieser Bericht unterstreicht die Bedeutung notwendiger Maßnahmen zur Vermeidung potenzieller Spannungen im bevorstehenden Ramadan und macht auf die sensible Lage in der Region aufmerksam.
Nachrichtenquelle: AA
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