Israel hat seine Bedingungen für Verhandlungen bekannt gegeben
Berichten zufolge wird Israel nicht zu Gesprächen über einen Waffenstillstand nach Ägypten reisen, bevor es keine Namensliste der im Gazastreifen festgehaltenen israelischen Geiseln erhalten hat.
Gegenüber der israelischen Zeitung Yediot Ahronot dementierte eine hochrangige politische Quelle Berichte, wonach die israelische Verhandlungsdelegation kurz davor stünde, nach Kairo zu reisen, um über einen Waffenstillstand im Gazastreifen zu beraten.
ISRAEL FORDERT NAMENSLISTE DER GEISELN
Die nicht namentlich genannte Quelle betonte, dass die israelische Delegation sich nicht bewegen werde, ohne zuvor eine Liste der Namen der im Gazastreifen lebenden Geiseln erhalten zu haben. Laut einem Bericht der israelischen Nachrichtenseite "Walla", der sich auf einen nicht genannten israelischen Beamten stützt, hat die Regierung in Tel Aviv Ägypten und Katar mitgeteilt, dass sie die Verhandlungen nicht fortsetzen werde, "solange die Hamas keine Namensliste der lebenden Geiseln vorlegt".
WAS WAR GESCHEHEN?
Eine hochrangige Quelle, die gegenüber dem ägyptischen Fernsehsender Al-Qahera sprach, hatte zuvor erklärt, dass die laufenden Verhandlungen zur Erzielung eines Waffenstillstands im Gazastreifen morgen in Kairo fortgesetzt würden.
Die Verhandlungen über einen Waffenstillstand und einen gegenseitigen Gefangenenaustausch im Gazastreifen endeten am 24. Februar in der französischen Hauptstadt Paris unter Teilnahme einer israelischen Delegation unter der Leitung von Mossad-Chef David Barnea, CIA-Direktor William (Bill) Burns, dem katarischen Premierminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, dem ägyptischen Geheimdienstchef Abbas Kamel sowie einer Hamas-Delegation.
Das israelische Kriegskabinett hatte beschlossen, eine "Delegation auf niedriger Ebene" in die katarische Hauptstadt Doha zu entsenden, um die Verhandlungen fortzusetzen.
Gleichzeitig hatte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu angekündigt, dass er das Kabinett Anfang der Woche zusammenrufen werde, um die Angriffe auf die Stadt Rafah im Süden, in die etwa 1,5 Millionen Menschen vor den Angriffen im Gazastreifen geflohen sind, sowie die Evakuierungspläne für die dortigen Zivilisten zu genehmigen.
Nachrichtenquelle: AA
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