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Israel trifft kritische Entscheidungen, die den Status quo im Westjordanland verändern: Annexion wird beschleunigt

Das israelische Sicherheitskabinett hat Regelungen gebilligt, die das Eingreifen in Gebieten unter Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland verstärken werden. Der rechtsextreme Minister Smotrich erklärte, dass mit den getroffenen Entscheidungen die Idee eines palästinensischen Staates beseitigt werden solle.

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Israel trifft kritische Entscheidungen, die den Status quo im Westjordanland verändern: Annexion wird beschleunigt

Die israelische Regierung hat neben ihren Angriffen auf den Gazastreifen auch Schritte im besetzten Westjordanland unternommen, die den Status quo verändern und den Prozess einer faktischen Annexion beschleunigen werden. Das israelische Sicherheitskabinett hat eine Reihe von Regelungen gebilligt, die die „Aufsicht und Kontrolle“ in den Gebieten unter der Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde verstärken sollen.

„DIE IDEE EINES PALÄSTINENSISCHEN STAATES WIRD BESEITIGT“

Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich erläuterte das Ziel der getroffenen Entscheidungen wie folgt: „Mit diesen Schritten vertiefen wir die Präsenz Israels in allen Gebieten und zielen darauf ab, die Idee eines palästinensischen Staates zu beseitigen.“ Smotrichs Äußerungen verdeutlichen den Rahmen der Regelungen, die die Interventionsmacht Israels im Westjordanland erhöhen werden.

Berichten der Zeitung Haaretz zufolge wurden bei der Kabinettssitzung unter der Leitung von Premierminister Benjamin Netanjahu die Vorschläge von Smotrich und Verteidigungsminister Yisrael Katz angenommen. Die gebilligten Entscheidungen enthalten neue gesetzliche Regelungen, die es der israelischen Armee erleichtern werden, in Gebiete einzugreifen, die sich im Besitz von Palästinensern im Westjordanland befinden. Gemäß diesen neuen Regelungen können israelische Streitkräfte unter Vorwänden wie „Wasserverstößen“, „Schäden an archäologischen Stätten“ oder „Umweltverschmutzung“ Operationen durchführen.

WEG FÜR OPERATIONEN IM WESTJORDANLAND GEÖFFNET

Demnach wird Israel innerhalb der Verwaltungsgrenzen der palästinensischen Behörde im Westjordanland aus ökologischen und archäologischen Gründen intervenieren können. Diese Regelung wird den Weg für Israel ebnen, mehr Kontrolle im Westjordanland auszuüben und den Lebensraum der Palästinenser einzuschränken.

GROSSE VERÄNDERUNG IN HEBRON

Eine der bemerkenswertesten Entscheidungen des israelischen Kabinetts betrifft die Stadt Hebron im Süden des Westjordanlandes. Diese Regelung sieht vor, dass die Lizenz- und Baubefugnisse in Hebron von der palästinensischen Stadtverwaltung entzogen und an die unter Kontrolle der israelischen Armee stehende „Zivilverwaltung“ übertragen werden. Diese Entscheidung zielt darauf ab, den Immobilienerwerb für jüdische Siedler zu erleichtern. Minister Smotrich argumentierte, dass die neue Regelung die Geschäfte der Siedler erleichtern werde.

VERWALTUNG EINER HEILIGEN STÄTTE EBENFALLS GEÄNDERT

Eine weitere Änderung des Status quo wurde bezüglich des Rachel-Grabes in Bethlehem beschlossen. Die Verwaltung dieser Stätte, die sowohl für Muslime als auch für Juden als heilig gilt, wurde der palästinensischen Stadtverwaltung entzogen und an die für Wartung und Betrieb zuständige israelische Verwaltungseinheit übertragen.

„UNABHÄNGIGE GEMEINDE“ IN HEBRON WIRD GEGRÜNDET

Zuletzt billigte das Kabinett die Gründung einer „unabhängigen Gemeinde“ in dem Gebiet in Hebron, in dem sich die nach internationalem Recht illegalen jüdischen Siedlungen befinden. Diese Entscheidung wird zu einer weiteren Veränderung des Status quo im Westjordanland führen und eine große Bedrohung für die palästinensische Souveränität darstellen.


Nachrichtenquelle: 12punto