Israelische Soldaten binden verletzten Palästinenser an Motorhaube eines Fahrzeugs
Bei einer Razzia in der Stadt Dschenin im besetzten Westjordanland haben israelische Soldaten den Palästinenser Mudschahid Azmi, den sie zuvor mit scharfer Munition verletzt hatten, an die Motorhaube eines Militärjeeps gebunden und abtransportiert.
Die israelische Armee hat bei einem Einsatz am Samstag in der Stadt Dschenin im Westjordanland einen verletzten Palästinenser an die Motorhaube eines Militärjeeps gebunden.
In einem in den sozialen Medien verbreiteten Video, dessen Echtheit von Reuters bestätigt wurde, ist zu sehen, wie der in Dschenin lebende Mudschahid Azmi an die Motorhaube eines Jeeps gebunden ist, während zwei Krankenwagen an ihm vorbeifahren.
STELLUNGNAHME DER ISRAELISCHEN ARMEE
Wie T24 berichtet, erklärte die israelische Armee in einer Stellungnahme, dass das Feuer auf ihre Einsatzkräfte eröffnet worden sei und sie daraufhin das Feuer erwidert hätten. Dabei sei ein Verdächtiger verletzt und festgenommen worden.
In der Erklärung wurde eingeräumt, dass die Soldaten „durch das Binden des Verdächtigen an ein Fahrzeug gegen das militärische Protokoll verstoßen haben“.
„ENTSPRICHT NICHT UNSEREN WERTEN“
Die Armee teilte mit: „Das Verhalten der Soldaten in dem Video entspricht nicht unseren Werten“ und kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an.
In der Erklärung hieß es weiter, der Verdächtige sei zur medizinischen Versorgung an Ärzte übergeben worden.
Nach Angaben der Familie von Azmi erfolgte die Festnahme während einer Razzia, bei der Azmi verletzt wurde. Obwohl die Familie einen Krankenwagen angefordert hatte, banden die israelischen Soldaten Azmi an die Motorhaube eines Fahrzeugs und fuhren anschließend los.
Die Gewalt im Westjordanland hat seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der Hamas im Oktober zugenommen. Israel führt regelmäßig Razzien in der Region durch, jüdische Siedler greifen palästinensische Dörfer an und palästinensische Gruppen verüben Angriffe auf der Straße.
Nachrichtenquelle: 12punto
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