Israels Verteidigungsminister ruft zur Nutzung der 'Hamas-Gelegenheit' auf
Der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant hat die Regierung dazu aufgerufen, die Gelegenheit für eine Einigung mit der Hamas zur Rückführung der israelischen Geiseln aus dem Gazastreifen nicht verstreichen zu lassen.
Wie der israelische Armeesender berichtete, traf sich Gallant mit einigen Angehörigen der Geiseln.
Gallant erklärte, dass das israelische Sicherheitssystem mit all seinen Einheiten die Rückführung der israelischen Geiseln als Hauptziel betrachte und man alles tun müsse, um die derzeit gebotene Gelegenheit zu nutzen.
Gallant argumentierte, dass der militärische Druck im Gazastreifen die Bedingungen geschaffen habe, die Fortschritte in Richtung einer Einigung ermöglichen, und merkte an, dass die israelischen Sicherheitskräfte wüssten, wie sie die Kämpfe stoppen und bei Bedarf an jedem Ort im Gazastreifen wieder aufnehmen könnten.
Der israelische Minister Gallant betonte, man müsse diesen militärischen Druck nutzen, um die Einigung voranzutreiben, und dürfe die Gelegenheit nicht verpassen.
Es wird erwartet, dass in den kommenden Tagen unter Vermittlung Ägyptens und Katars erneut indirekte Verhandlungen zwischen Tel Aviv und der Hamas stattfinden, um eine Einigung über einen Gefangenenaustausch zu erzielen und einen Waffenstillstand zu erreichen.
Eine israelische Verhandlungsdelegation unter der Leitung des Direktors des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet (Schabak), Ronen Bar, war heute nach Ägypten gereist, um an den Gesprächen über den Gefangenenaustausch und die Verwaltung des Grenzübergangs Rafah teilzunehmen.
Zudem wurde berichtet, dass vor der neuen Runde der Waffenstillstandsverhandlungen für den Gazastreifen eine Delegation unter der Leitung des Direktors des US-Geheimdienstes CIA, William Burns, in Ägypten eingetroffen sei.
Die Hamas hatte ihrerseits erklärt, dass sie eine positive und flexible Haltung einnehme, um eine Einigung zur Beendigung der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen zu erzielen, während der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu die Hindernisse für die Verhandlungen weiter erhöhe.
Nachrichtenquelle: AA
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