Krise in Teheran nach Angriff auf Öllager verschärft: Alarm wegen „giftigem Regen“
Die Angriffe der USA und Israels auf die Energieinfrastruktur im Iran dauerten auch am neunten Tag des Krieges an. Nach dem Beschuss von Treibstofflagern in Teheran und Umgebung kam es zu Öllecks in der Stadt, in einigen Straßen bildeten sich „Feuerflüsse“. Die Behörden warnten die Bevölkerung vor dem Risiko eines möglichen „giftigen Regens“ und forderten sie auf, ihre Häuser nicht zu verlassen.
Die Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran zielten auch am neunten Tag weiterhin auf die Energieinfrastruktur ab. Infolge der Angriffe auf strategische Treibstofflager in der Hauptstadt Teheran und deren Umgebung entstanden an einigen Anlagen schwere Schäden.
Das iranische Ölministerium bestätigte, dass Treibstofflager in drei verschiedenen Regionen, darunter auch in der westlich von Teheran gelegenen Stadt Karadsch, ins Visier genommen wurden. Nach den Angriffen kam es in den Anlagen zu großflächigen Bränden und Lecks.
ÖLBRÄNDE IN DEN STRASSEN
Dass aus den Lagern ausgetretenes Öl in die städtische Kanalisation gelangte, führte dazu, dass die Flammen in einigen Gebieten bis in die Straßen vordrangen. Lokale Quellen berichteten, dass auf den Hauptverkehrsadern Bilder entstanden, die an „Feuerflüsse“ erinnerten.
In den sozialen Medien geteilte Aufnahmen zeigten Brände, die sich entlang einiger Straßen der Stadt ausbreiteten, sowie dichten Rauch. Es wurde berichtet, dass sich nach den Explosionen eine dunkle Nebelschicht über den Himmel von Teheran legte und in der Luft der Geruch von brennendem Öl wahrnehmbar war.
WARNUNG VOR „GIFTIGEM REGEN“
Aufgrund der chemischen Gase, die nach der Beschädigung der Treibstofftanks freigesetzt wurden, warnten die Behörden die Bevölkerung vor möglichen Gesundheitsrisiken.
Der Iranische Rote Halbmond wies auf die Möglichkeit eines „giftigen Regens“ aufgrund der chemischen Konzentration in der Atmosphäre hin. Die Organisation erklärte, dass Niederschläge zu schweren chemischen Verbrennungen auf der Haut und Lungenschäden führen könnten, und forderte die Bürger auf, bei Regen keinesfalls ins Freie zu gehen.
Die Behörden empfahlen zudem Personen, die im Freien überrascht werden, Schutz unter Beton- oder Metalldächern statt unter Bäumen zu suchen. Es wurde darauf hingewiesen, dass Bereiche, die mit dem Regen in Kontakt gekommen sind, sofort mit kaltem Wasser gewaschen und die betroffene Kleidung in versiegelten Beuteln aufbewahrt werden sollte.
TREIBSTOFFVERKAUF IN TEHERAN AUSGESETZT
Aufgrund der logistischen Probleme, die nach den Angriffen auftraten, wurden in der Hauptstadt Beschränkungen für die Treibstoffverteilung eingeführt.
Die Gouverneursverwaltung von Teheran führte in einer ersten Phase eine Quote für den Treibstoffkauf in der Stadt ein. Lokalen Quellen zufolge wurde das tägliche Kauflimit mit persönlichen Tankkarten von 30 Litern auf 20 Liter gesenkt.
Im weiteren Verlauf gab jedoch ein iranischer Beamter bekannt, dass der Treibstoffverkauf in der Hauptstadt aufgrund von Sicherheits- und Versorgungsproblemen vorübergehend vollständig eingestellt wurde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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