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Künstliche Intelligenz massiv im Gaza-Genozid eingesetzt: Schüler als 'potenzielle Terroristen' eingestuft

Die israelische Armee hat den Einsatz künstlicher Intelligenz bei ihren Operationen in Gaza um das 200-fache gesteigert. Technologien von Microsoft und OpenAI werden zur Identifizierung ziviler Ziele genutzt.

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Künstliche Intelligenz massiv im Gaza-Genozid eingesetzt: Schüler als 'potenzielle Terroristen' eingestuft

Eine Untersuchung der Associated Press (AP) hat enthüllt, dass die israelische Armee bei ihren Operationen in Gaza intensiv künstliche Intelligenz einsetzt. Die Azure-Cloud-Plattform von Microsoft und OpenAI-Modelle spielten eine bedeutende Rolle bei der Datenanalyse und der Zielerfassung der israelischen Armee. Der Untersuchung zufolge hat die israelische Armee den Einsatz künstlicher Intelligenz nach den Angriffen vom 7. Oktober 2023 um das 200-fache gesteigert. Bis März 2024 überstieg die auf Microsoft-Servern gespeicherte Datenmenge 13,6 Petabyte.

In den von AP geprüften Dokumenten wird darauf hingewiesen, dass zwischen Microsoft und dem israelischen Verteidigungsministerium im Jahr 2021 ein Dreijahresvertrag im Wert von 133 Millionen Dollar unterzeichnet wurde. Dieses Abkommen machte Israel nach den USA zum zweitgrößten militärischen Kunden von Microsoft.

Ein israelischer Geheimdienstmitarbeiter erklärte, dass die Armee die durch Massenüberwachung gesammelten Daten mithilfe von Microsoft Azure analysiere, und äußerte sich wie folgt:

'Azure scannt Begriffe innerhalb riesiger Textmengen in hoher Geschwindigkeit. Auf diese Weise können sogar die Standorte von Personen ermittelt werden, die sich gegenseitig Wegbeschreibungen geben.'

Die Fehleranfälligkeit der KI-Systeme wurde in der Untersuchung ebenfalls thematisiert. Ein israelischer Beamter nannte einen Fehler bei Übersetzungen aus dem Arabischen als Beispiel. Die Beziehung zwischen Microsoft und der israelischen Armee festigte sich nach dem 7. Oktober weiter. Laut AP hat Microsoft Azure in den letzten 10 Monaten auf 130 technische Supportanfragen der israelischen Armee reagiert. Das Unternehmen betreibt einen 46.000 Quadratmeter großen Campus in der Stadt Herzliya in der Nähe von Tel Aviv.

ZIVILISTEN IM VISIER DER KÜNSTLICHEN INTELLIGENZ

In der Untersuchung kam zudem ans Licht, dass KI-Systeme etwa 1000 Gymnasiasten als 'potenzielle Militante' identifizierten. Beamte warnten davor, dass solche Fehler zu zivilen Opfern führen könnten.

Ein Beamter, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, betonte, dass der Einsatz künstlicher Intelligenz auch Zivilisten zur Zielscheibe mache, und äußerte sich wie folgt:

'Das arabische Wort, das den Griff eines Raketenwerfers beschreibt, ist identisch mit dem Ausdruck für "Zahlung". Die künstliche Intelligenz übersetzte dies falsch, und das kontrollierende Personal bemerkte diesen Fehler anfangs nicht.'

Heidy Khlaaf, eine ehemalige leitende Führungskraft bei OpenAI, kommentierte die Untersuchungsergebnisse mit den Worten: 'Dies ist die erste Bestätigung, die wir darüber erhalten haben, dass kommerzielle KI-Modelle direkt im Krieg eingesetzt werden.'


Nachrichtenquelle: AA

Gaza Israel Künstliche Intelligenz