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Lawrow nennt Bedingung für Frieden in der Ukraine

Beim Treffen zwischen Fidan und Lawrow wurde der Verlauf des Ukraine-Krieges bewertet. Beide Seiten waren sich einig, dass die Türkei eine Vermittlerrolle im Ukraine-Krieg übernehmen könnte. Lawrow erklärte, dass die Ukraine für einen Frieden kein NATO-Mitglied werden dürfe.

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Lawrow nennt Bedingung für Frieden in der Ukraine

12punto AUSLANDSREDAKTION

Der russische Außenminister Sergei Lawrow absolvierte anlässlich des Beginns des vierten Jahres des Ukraine-Krieges offizielle Kontakte in Ankara. Lawrow traf sich mit Außenminister Hakan Fidan, um die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges zu bewerten. Präsident Recep Tayyip Erdoğan empfing Lawrow ebenfalls im Beştepe-Palast, um einen Meinungsaustausch über bilaterale Beziehungen und regionale Themen zu führen.

Mit dem Eintritt des Ukraine-Krieges in sein viertes Jahr haben die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts an Fahrt gewonnen. Nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump wurde bekannt gegeben, dass eine zweite Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine in Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens, geplant ist. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reiste nach diesen Entwicklungen in die Türkei und traf sich am 18. Februar mit Präsident Erdoğan. Bei dem Treffen zwischen Selenskyj und Erdoğan wurde festgehalten, dass die Türkei eine Vermittlerrolle übernehmen könnte.

Außenminister Fidan betonte bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Lawrow, dass die Türkei bereit sei, Friedensgespräche auszurichten, und äußerte sich wie folgt:

'Die von den USA initiierte Initiative, die darauf abzielt, den Krieg durch Verhandlungen zu beenden, deckt sich mit unserer Politik. Wir glauben, dass eine Lösung durch Verhandlungen erreicht werden kann, an denen beide Seiten teilnehmen.'

Lawrow betonte hingegen, dass der Nicht-Beitritt der Ukraine zur NATO eine Bedingung für den Frieden sei. Lawrow erklärte: 'Das Bestreben, die Ukraine in die NATO aufzunehmen, hat diesen Krieg provoziert. Russland ist nicht derjenige, der diesen Krieg begonnen hat.' Lawrow sagte, dass die bei den Verhandlungen in Istanbul im Jahr 2022 getroffenen Entscheidungen als Grundlage für den Frieden dienen könnten.

SYRIEN-AGENDA AUF DEM TISCH

Beim Treffen zwischen Fidan und Lawrow wurde auch die aktuelle Lage in Syrien erörtert. Die Türkei unterstrich erneut ihre Entschlossenheit, Syrien vollständig von terroristischen Elementen zu befreien. Ankara erklärte, dass die YPG, die das Rückgrat der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) bildet, als Terrororganisation eingestuft werde und sich der neu zu gründenden syrischen Nationalarmee anschließen müsse.

Russland äußerte die Absicht, seine Militärstützpunkte in Syrien zu schützen und seine Aktivitäten fortzusetzen. Moskau plant, in Abstimmung mit der neuen Führung in Damaskus zu handeln.

Bei den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Erwartungen der Parteien. Während Russland angibt, einen Rückzug aus den besetzten Gebieten nicht auf die Tagesordnung zu setzen, fordert die Ukraine die Rückgabe aller besetzten Gebiete, einschließlich der Krim, als Bedingung.

BETONUNG AUF 'UNANGENEHMEN ENTSCHEIDUNGEN'

Die Türkei vertritt den Standpunkt, dass die territoriale Integrität der Ukraine gewahrt bleiben muss. Fidan wies darauf hin, dass es unter Kriegsbedingungen unvermeidlich sei, einige unangenehme Entscheidungen zu treffen.

Es wurde betont, dass bei den Verhandlungen zwischen den USA, Russland und der Ukraine auch europäische Länder am Verhandlungstisch sitzen sollten. Selenskyj forderte die Bildung einer Friedenstruppe, die sich aus NATO- und europäischen Ländern zusammensetzt.

Russland steht der Präsenz von NATO-Streitkräften in der Ukraine ablehnend gegenüber. Wie der diplomatische Prozess voranschreiten und mit welcher Formel er enden wird, bleibt ein Thema, das die internationale Gemeinschaft mit Spannung erwartet.


Nachrichtenquelle: 12punto

Sergei Lawrow Hakan Fidan Ukraine Russland-Ukraine-Krieg