Macron fordert Israel auf, die Bombardierung von Zivilisten zu stoppen
Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte, dass bei den israelischen Angriffen im Gazastreifen Zivilisten ums Leben kommen, und sagte: "Babys, Frauen und ältere Menschen werden bombardiert und getötet. Dafür gibt es keine Rechtfertigung und keine Legitimität. Deshalb fordern wir Israel auf, damit aufzuhören."
In einem exklusiven Interview mit dem britischen Sender BBC sagte Macron, dass ein Waffenstillstand im Gazastreifen auch im Interesse Israels wäre.
Macron erinnerte daran, dass Frankreich die Angriffe der Hamas auf Israel klar verurteilt habe. Auf die Frage, warum einige Länder wie die USA und Großbritannien keine Waffenruhe fordern, sondern lediglich humanitäre Pausen befürworten, antwortete er: "Ich hoffe, dass sie es (einen Waffenstillstand fordern) werden."
Macron betonte, er sei einer der ersten Staats- und Regierungschefs gewesen, die am 7. Oktober den israelischen Präsidenten und den Premierminister angerufen hätten, und sagte: "Vom ersten Tag an haben wir gesagt, dass dies ein Kampf gegen den Terrorismus ist. Da er von einer Demokratie geführt wird, muss er im Einklang mit internationalen Regeln, den Regeln der Kriegsführung und dem humanitären Völkerrecht stehen. Doch von Tag zu Tag sahen wir, dass Zivilisten im Gazastreifen kontinuierlich bombardiert werden."
Macron unterstrich, dass ein Waffenstillstand die einzige verfügbare Lösung sei. Auf die Frage, ob Israel sich an die internationalen Regeln halte, antwortete er: "Es kann keine Rechtfertigung für Angriffe auf Zivilisten geben."
"WIR FORDERN ISRAEL AUF, DAMIT AUFZUHÖREN"
Auf die Frage, ob Israel das humanitäre Völkerrecht verletze, antwortete Macron wie folgt:
"Als Partner und Freund sage ich: Wenn man einen Monat nach einem Terroranschlag versucht, auf diese Weise damit umzugehen, wird man meiner Meinung nach selbst verurteilt und macht sich schuldig.
Heute wurden Zivilisten bombardiert. Babys, Frauen und ältere Menschen werden bombardiert und getötet. Dafür gibt es keine Rechtfertigung und keine Legitimität. Deshalb fordern wir Israel auf, damit aufzuhören. Ich bin kein Richter, ich bin ein Staatschef. Ich erinnere alle an das Völkerrecht und rufe zu einem Waffenstillstand auf."
Macron fügte hinzu, dass die Bombardierung des Gazastreifens durch Israel zu negativen Gefühlen in der Region führe, was den Konflikt nur verlängere.
In Bezug auf den für Sonntag geplanten Marsch gegen Antisemitismus im Land betonte Macron, dass Frankreich eines der europäischen Länder mit der größten muslimischen und jüdischen Bevölkerung sei. Er sagte, dass alle Franzosen angesichts des Antisemitismus zusammenstehen und das Leid der Palästinenser teilen sollten.
Nachrichtenquelle: AA
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