Munitionsdebatte in der israelischen Armee: 'Innerhalb von 10 Tagen...'
Der ehemalige israelische Verteidigungsminister Avigdor Liberman hat mit seiner Warnung, dass die israelische Armee in Kürze mit einem Munitionsmangel konfrontiert sein könnte, für Aufsehen in der nationalen Agenda gesorgt.
Avigdor Liberman, eine bedeutende Figur der israelischen Politik und Vorsitzender der Partei Jisra’el Beitenu, kritisierte in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender KAN Premierminister Benjamin Netanjahu und dessen Regierung scharf für ihre Militärpolitik und politischen Entscheidungen. Liberman äußerte bemerkenswerte Vorwürfe und vertrat die Ansicht, dass der Ansatz der Regierung bezüglich der Wehrpflichtbefreiung für ultraorthodoxe Juden (Haredim) der Armee und der nationalen Sicherheit schade.
STEHT DIE ISRAELISCHE ARMEE VOR EINER MUNITIONSKRISE?
Unter Verweis auf die jüngsten Entwicklungen erklärte Liberman: „Innerhalb von 10 Tagen wird die israelische Armee keine Munition mehr haben.“ Mit diesen Worten übte er heftige Kritik an der Regierung Netanjahu und argumentierte, dass die nationale Sicherheit zugunsten des Fortbestands der Koalition aufs Spiel gesetzt werde. Seiner Ansicht nach gefährden die Entscheidungen der Regierung nicht nur den politischen Zusammenhalt, sondern auch die nationale Sicherheit.
In derselben Erklärung vertrat Liberman die Auffassung, dass der neue Gesetzentwurf, der Haredim von der Wehrpflicht befreit, Fahnenflucht legitimiert, und betonte, dass dieser Umstand den gesellschaftlichen Konsens untergrabe.
NEUE SPANNUNGEN WEGEN GAZA UND HAMAS
Liberman äußerte zudem, man habe Berichte erhalten, wonach die Hamas im Gazastreifen ihren Einfluss ausweite und wieder mit der Raketenproduktion begonnen habe. Der israelische Politiker behauptete, die Hamas festige ihre Kontrolle in Gaza und beginne damit, ihre militärischen Kapazitäten wieder aufzubauen.
Hamas-Sprecher Hazim Qasim reagierte auf diese Behauptungen mit der Aussage, Israel betreibe Propaganda, um seine anhaltenden Angriffe auf Gaza zu rechtfertigen. Qasim betonte, dass die Äußerungen aus Israel bezüglich der militärischen Struktur der Hamas unwahr seien.
Die Behauptung über einen drohenden Munitionsmangel sowie die Debatten um das Wehrpflichtgesetz deuten auf einen ernsthaften Riss in der israelischen Verteidigungspolitik hin. Eine offizielle Stellungnahme der Regierung zu diesem Thema steht bislang noch aus.
Nachrichtenquelle: 12punto
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