Name des Fenerbahçe-Fanclubs in Griechenland wird nicht geändert
Die Vorstandsmitglieder des Fenerbahçe-Fan-Sport- und Kulturvereins in Griechenland, dessen Schließung durch ein Gericht mit der Begründung angeordnet wurde, dass der Begriff „Westthrakien“ im Namen auf eine türkische Minderheit hindeuten könnte, haben erklärt, dass sie an ihrem gewählten Namen festhalten werden.
In einer Erklärung des Vereins hieß es: „Der Fenerbahçe-Fan-Sport- und Kulturverein wird seinen seit der offiziellen Gründung gewählten Namen nicht aufgeben. Dies ist ein demokratisches Recht, von dem weiterhin Gebrauch gemacht wird.“
In der Erklärung wurde betont, dass die Schließungsentscheidung des erstinstanzlichen Zivilgerichts von Rodopi rechtliche Mängel aufweise und eine Verletzung zahlreicher völkerrechtlich geschützter Rechte darstelle; zudem wurde angekündigt, dass gegen das Urteil Berufung eingelegt werde.
SCHLIESSUNG DES VEREINS
Der Westthrakien-Fenerbahçe-Fan-Sport- und Kulturverein nahm seine Tätigkeit im Oktober 2022 auf, nachdem das zuständige Gericht in Komotini alle Genehmigungen erteilt hatte.
Das erste im Juni 2023 gegen den Verein eingeleitete Schließungsverfahren endete zugunsten des Vereins, nachdem die Staatsanwaltschaft ihren Antrag zurückgezogen hatte.
Die Staatsanwältin von Komotini, Maria Kapetanyanni, hatte in ihrer im März 2023 verfassten Anklageschrift behauptet, dass es sich um eine muslimische Minderheit handele, und die türkische Identität der Minderheit geleugnet. Kapetanyanni hatte die Schließung des Vereins mit der Begründung gefordert, dass dessen Name gesetzeswidrig sei, da er „den Anschein einer türkischen Minderheit erwecken könnte“.
Auch die ehemalige Präsidentin des griechischen Obersten Gerichtshofs und ehemalige griechische Ministerpräsidentin Vasiliki Thanou hatte die Schließung des Vereins gefordert, mit der Behauptung, er stelle eine „Bedrohung für die öffentliche Sicherheit“ dar. Thanou, die argumentierte, dass der Begriff „Westthrakien“ im Namen des Vereins nur von der Türkei verwendet werde, hatte die griechischen Gerichte dazu aufgerufen, die Entscheidung zu überprüfen.
Das erstinstanzliche Zivilgericht in Komotini hatte am 28. Mai 2024 die Schließung des Vereins mit der Begründung angeordnet, dass der Begriff „Westthrakien“ im Namen auf eine türkische Minderheit hindeuten könne.
Nachrichtenquelle: 12punto
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