NBC News-Nachwahlbefragung veröffentlicht: Was sagen die US-Wähler?
Den vorläufigen Ergebnissen der NBC News-Nachwahlbefragung zufolge waren der Zustand der Demokratie und die Wirtschaft die wichtigsten Themen für die Wähler bei den Präsidentschaftswahlen 2024.
12PUNTO AUSLANDSREDAKTION
Laut der Nachwahlbefragung des US-Medienunternehmens NBC gaben 35 Prozent der Wähler an, dass die Demokratie der wichtigste Faktor für ihre Stimmabgabe sei, während 31 Prozent die Wirtschaft als entscheidend nannten. Abtreibung (14 %) und Einwanderung (11 %) folgten als nächstwichtigste Themen, während nur 4 Prozent der Befragten die Außenpolitik als ausschlaggebend angaben.
Den vorläufigen Ergebnissen der Umfrage zufolge betrachten Frauen das Thema Abtreibung doppelt so häufig als wichtigstes Problem wie Männer.
Sowohl Männer als auch Frauen nannten den Zustand der Demokratie als wichtigstes Thema, gefolgt von der Wirtschaft. Zwei von zehn Frauen gaben an, dass Abtreibung das wichtigste Thema sei, verglichen mit 8 Prozent der Männer.

WAR DIE MIGRATIONSKRISE ENTSCHEIDEND FÜR DAS WAHLVERHALTEN?
Das Thema Einwanderung wurde von Männern (12 %) etwas häufiger als wichtigstes Problem genannt als von Frauen (10 %). Die Außenpolitik blieb für beide Gruppen als „Priorität“ zurück.
Die Ergebnisse der Nachwahlbefragung können sich im Laufe der Nacht ändern, während weitere Interviews geführt und mehr Stimmen ausgezählt werden.
Laut NBC spiegeln die Umfrageergebnisse tiefe Sorgen unter den Wählern wider. Während etwa 3 von 4 Wählern der Meinung sind, dass die Demokratie in den USA heute bedroht ist, gab nur ein Viertel an, dass die Demokratie sicher sei.
Etwa 2 von 3 Wählern gaben an, dass die Wirtschaft des Landes nicht gut oder schlecht sei, während nur ein Drittel der Wähler die wirtschaftlichen Bedingungen als exzellent oder gut bewertete.

Die US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Kamala Harris
US-WÄHLER GLAUBEN, DASS SICH IHR LAND IN EINER ABWÄRTSSPIRALE BEFINDET
Die allgemeine Stimmung im Land ist pessimistisch: Etwa drei Viertel der Wähler landesweit denken negativ über die Richtung des Landes; 43 Prozent äußern Unzufriedenheit, 29 Prozent geben an, wütend zu sein.
Fast die Hälfte der Wähler (45 %) berichtete, dass sie finanziell schlechter dastehen als vor vier Jahren.
Dies ist eine höhere Unzufriedenheitsrate als bei jeder anderen Präsidentschaftswahl seit 2008; in jenem Jahr gaben 42 Prozent der Wähler nach der damaligen Finanzkrise an, dass sie schlechter dastünden. Nur einer von vier Wählern gibt an, dass es ihm heute besser geht als vor vier Jahren.

UNTERSCHIEDLICHE PRIORITÄTEN BEI HARRIS- UND TRUMP-WÄHLERN
Die frühen Ergebnisse der Nachwahlbefragung zeigen zudem, dass die Wähler, die Vizepräsidentin Kamala Harris und den ehemaligen Präsidenten Donald Trump unterstützen, unterschiedliche „Prioritäten“ haben.
Die Mehrheit der Harris-Wähler priorisierte den Zustand der Demokratie. Für Harris-Wähler war Abtreibung das zweitwichtigste Thema; 2 von 10 gaben an, dass dies das Wichtigste für ihre Wahlentscheidung sei, gefolgt von Wirtschaft, Außenpolitik und Einwanderung.
Die Hälfte der Trump-Wähler gab an, dass die Wirtschaft das wichtigste Thema für ihre Wahl sei, gefolgt von Einwanderung (20 %), Demokratie (12 %), Abtreibung (6 %) und Außenpolitik (4 %).

WÄHLER LEGEN WERT AUF 'FÜHRUNGSQUALITÄTEN'
Landesweit gaben drei von zehn Wählern an, dass die wichtigste Eigenschaft eines Kandidaten für ihre Entscheidung bei der Präsidentschaftswahl die Führungsfähigkeit sei.
Etwa ein Viertel gab an, dass sie jemanden bevorzugen, der den notwendigen Wandel herbeiführen kann, gefolgt von einem Kandidaten mit gutem Urteilsvermögen (21 %) und einem Kandidaten, dem Menschen wie sie selbst am Herzen liegen (19 %).
Die Nachwahlbefragungen zeigten zudem, dass nur 41 Prozent der Wähler die Arbeit von Präsident Joe Biden billigen, während 59 Prozent sie missbilligen.
Wenn man die Wähler nach ethnischer Herkunft aufschlüsselt, zeigt sich, dass Trumps Beliebtheitsrate bei weißen Wählern gesunken ist, während sie im Vergleich zu vor vier Jahren bei schwarzen und lateinamerikanischen Wählern gestiegen ist. Neunundvierzig Prozent der weißen Wähler haben eine positive Meinung von Trump, im Jahr 2020 lag dieser Wert bei 57 Prozent.
Nachrichtenquelle: 12punto
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