Netanjahu äußert sich zu 'vorübergehendem' Waffenstillstand für Gaza
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, er sei zu einem "vorübergehenden" Waffenstillstand bereit, der einen Gefangenenaustausch in Gaza ermöglichen würde, werde jedoch kein Abkommen akzeptieren, das die Angriffe vollständig beendet.
In einem Interview mit dem israelischen Sender Kanal 14 äußerte sich Premierminister Netanjahu zu dem unter Vermittlung der USA und Frankreichs im Libanon erzielten Waffenstillstand sowie zu einem möglichen Gefangenenaustausch und Waffenstillstand in Gaza, wo sie seit dem 7. Oktober Angriffe durchführen.
Netanjahu betonte, dass er kein Abkommen akzeptieren werde, das ein Ende der Angriffe auf Gaza vorsieht, sagte jedoch, dass sie die Angriffe "unterbrechen" könnten.
"Ich bin zu einem Waffenstillstand in Gaza bereit, wenn wir glauben, dass wir die Freilassung der Geiseln sicherstellen können", sagte Netanjahu und behauptete, dass sich die Bedingungen für ein Gefangenenaustauschabkommen mit der Hamas erheblich verbessert hätten.
Netanjahu behauptete, die Bedingungen im Libanon unterschieden sich von denen in Gaza, und erklärte, Israel versuche, die Hamas "auszulöschen", während es gleichzeitig die Wiederbewaffnung der Hisbollah verhindern wolle.
"WAFFENSTILLSTAND IM LIBANON KÖNNTE VON KURZER DAUER SEIN"
Bezüglich des unter Vermittlung der USA und Frankreichs im Libanon erzielten Waffenstillstands argumentierte Netanjahu, man habe diesem zugestimmt, weil man "genau das erreicht habe, was man beabsichtigte".
Netanjahu deutete an, dass der Waffenstillstand im Libanon "von kurzer Dauer sein könnte" und sagte, er habe die israelische Armee angewiesen, sich auf "heftige" Angriffe vorzubereiten, falls die Hisbollah den Waffenstillstand brechen sollte.
Netanjahu erklärte: "Ich habe der israelischen Armee gesagt, dass ich sie angewiesen habe, sich auf einen heftigen Krieg vorzubereiten, falls das Abkommen schwerwiegend verletzt wird."
"TRUMP SAGTE, ES WIRD KEINE VERZÖGERUNGEN BEI WAFFENLIEFERUNGEN GEBEN"
Zum Thema Waffenlieferungen aus den USA nach Israel gab Netanjahu bekannt, dass der zum 47. Präsidenten der USA gewählte Donald Trump ihm versichert habe, dass die Verzögerungen bei den Lieferungen an Israel ein Ende haben würden.
Netanjahu sagte: "Präsident Trump hat mir unmissverständlich mitgeteilt, dass es bei keinerlei Waffen(lieferungen) zu Verzögerungen kommen wird."
Der israelische Premierminister Netanjahu, der am 18. Juni in einem Video die USA beschuldigt hatte, Waffenlieferungen an sein Land zu verweigern, hatte gestern bei einer Regierungssitzung behauptet, dass es bei den US-Waffenlieferungen einen "drastischen Rückgang" gegeben habe.
Die USA leisten Israel, das seine Angriffe auf den Gazastreifen seit dem 7. Oktober 2023 fortsetzt, volle politische und militärische Unterstützung und setzen die Waffenlieferungen fort.
Nachrichtenquelle: AA
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