Neu entdecktes tödliches Camp-Hill-Virus alarmiert die Wissenschaftswelt: „Kann menschliche Zellen infizieren“
Wissenschaftler haben Untersuchungen zur Möglichkeit einer Übertragung des in den USA entdeckten neuen Camp-Hill-Virus auf den Menschen eingeleitet. Experten warnen, dass das Virus im Falle einer Übertragung auf den Menschen eine globale Bedrohung darstellen könnte.
Ein neues Virus, das bei Spitzmäusen in der Region Camp Hill im US-Bundesstaat Alabama entdeckt wurde, hat Wissenschaftler auf den Plan gerufen. Es wurde festgestellt, dass der Erreger zur Familie der Henipaviren gehört und den Namen „Camp Hill“ trägt; Untersuchungen zum Risiko einer Übertragung auf den Menschen wurden eingeleitet.
Forscher der University of Queensland entdeckten das bisher nicht beschriebene Virus im Gewebe von Spitzmäusen, die sie 2021 im Rahmen einer anderen Studie untersuchten. Es wurde bekannt gegeben, dass das Virus zur Gruppe der Henipaviren gehört, zu der auch die tödlichen Nipah- und Hendra-Viren zählen.
Wie die Daily Mail berichtet, wiesen Experten darauf hin, dass der Nachweis des Virus in den Nieren die Sorge schürt, es könnte bei Menschen ähnliche Organe schädigen. Es wurde festgehalten, dass Experten ihre Studien zur Rolle der Spitzmäuse als Virusträger und zu den Mechanismen der Übertragung auf den Menschen fortsetzen.
Für Henipaviren gibt es keine bekannte Behandlung, und die Sterblichkeitsraten liegen zwischen 40 und 75 Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt diese Viren auf ihrer Liste der Erreger mit Pandemiepotenzial.

KÖNNTE EINE GLOBALE BEDROHUNG SEIN
Dr. David Dyjack von der National Environmental Health Association wies auf die hohe Sterblichkeitsrate des Virus hin und erklärte, dass es „zu einer globalen Bedrohung werden könnte, wenn es auf den Menschen überspringt und mutiert“. Dyjack fügte hinzu, dass ihn „das Virus genauso beunruhige wie ein Atomkrieg oder der Klimawandel“.
Der Epidemiologe Dr. Donald Burke argumentierte jedoch, dass das Camp-Hill-Virus nach aktuellem Datenstand kein Epidemierisiko darstelle. Burke sagte: „Die Fähigkeit des Virus, sich unter Menschen zu verbreiten, ist bisher nicht bewiesen.“
Dr. Adam Hume von der Boston University betonte, dass es keine eindeutigen Daten zur Genomstruktur und zum Übertragungspotenzial des Virus gebe, und erklärte:
„Es gibt Hinweise darauf, dass es menschliche Zellen infizieren kann, aber für endgültige Ergebnisse sind weitere Untersuchungen erforderlich.“

Nachrichtenquelle: 12punto
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