Neue Erklärungen von HTS-Anführer al-Dschulani: Das Israel-Detail
Al-Dschulani äußerte sich erneut zur aktuellen Lage in Syrien und nahm dabei auch Stellung zu Israel.
Der Anführer der dschihadistischen Terrororganisation Hajat Tahrir asch-Scham (HTS), Ahmed al-Schara (Abu Mohammed al-Dschulani), erklärte in einem Interview mit dem von der Türkei aus sendenden Sender Syria TV, dass Damaskus unter tragischen Bedingungen leide und sich die Zerstörung überall ausgebreitet habe. Er betonte: "Um Syrien zu regieren, muss ein Übergang von einer revolutionären Mentalität zu einer staatstragenden Mentalität erfolgen."
Al-Dschulani erklärte, dass sorgfältig ausgearbeitete Pläne erforderlich seien, um die Tragödie, unter der Syrien leide, zu beenden. Er wies darauf hin, dass Daten gesammelt und analysiert werden müssten, bevor praktische Schritte zur Bewältigung dringender Probleme unternommen werden könnten.
Al-Dschulani sagte, dass das Land einen Staat aufbauen müsse, der auf Recht und Institutionen basiert, um nachhaltige Stabilität zu gewährleisten.
Al-Dschulani betonte, dass die Zukunft Syriens von der Schaffung von Grundlagen für Regierungsführung und Gerechtigkeit abhänge. Er unterstrich, wie wichtig es sei, nicht in die Fehler der Ära des gestürzten Machthabers Baschar al-Assad zu verfallen, und betonte, dass die neue syrische Führung die Captagon-Produktion des Regimes beenden werde.
Al-Dschulani wies darauf hin, dass sie viele Jahre lang Pläne und Vorbereitungen getroffen hätten, um Assad zu stürzen, und betonte die Bedeutung des Aufbaus eines neuen Syriens, das die Rechte aller Bürger und die Gerechtigkeit garantiere.
Er erinnerte daran, dass sich die russischen Luftstreitkräfte während der Assad-Ära intensiv auf zivile Ziele konzentriert hätten. Er äußerte die Befürchtung, dass sich die Ereignisse aus dem Gazastreifen im Norden Syriens wiederholen könnten, was zu einer Verschärfung der humanitären Probleme führe.
'DIE ARGUMENTE ISRAELS SIND NICHT MEHR HALTBAR'
Bezüglich der in den letzten Tagen verstärkten Angriffe Israels in Syrien bewertete al-Dschulani die Lage wie folgt: "Die Argumente Israels sind nicht mehr haltbar und rechtfertigen ihre jüngsten Verstöße nicht." Al-Dschulani sagte, Israel habe die Grenzen des Engagements in Syrien überschritten, was die Spannungen in der Region verschärfe.
Al-Dschulani erinnerte daran, dass Syrien nach jahrelangen Konflikten erschöpft sei. Er fügte hinzu, dass die Priorität in dieser Phase nicht darin bestehe, in Konflikte hineingezogen zu werden, die zu weiterer Zerstörung führen könnten, sondern den Wiederaufbau und die Stabilität zu sichern.
Al-Dschulani rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, angesichts dieser Spannungen dringend einzugreifen und ihre Verantwortung wahrzunehmen. Er wies auf die Bedeutung hin, die Lage in der Region unter Kontrolle zu bringen und die Souveränität Syriens zu respektieren.
Er erklärte, dass der einzige Weg zur Gewährleistung jeglicher Sicherheit und Stabilität über die Diplomatie führe, und betonte, dass der Sturz des Regimes das Ergebnis der Einheit der Syrer sei.
'WIR HEGEN KEINE FEINDSELIGKEIT GEGENÜBER DEM IRANISCHEN VOLK'
Al-Dschulani erklärte, dass der Iran ein "expansives Projekt" in der Region verfolge, das eine Bedrohung für die Nachbarländer und die Golfstaaten darstelle. Er sagte: "Es ist uns gelungen, die Präsenz des Iran in Syrien zu beenden. Wir hegen jedoch keine Feindseligkeit gegenüber dem iranischen Volk. Unser Problem liegt bei der Politik, die unserem Land schadet."
ICH VERSUCHE, EINE PROVOKATION RUSSLANDS ZU VERMEIDEN
Al-Dschulani erklärte, dass die syrische Führung versuche, eine Provokation Russlands zu vermeiden, und Russland die Gelegenheit gebe, seine Beziehungen zu Syrien zum beiderseitigen Nutzen neu zu bewerten.
'UNSERE PRIORITÄT IST ES, DIE GRUNDBEDÜRFNISSE DER BEVÖLKERUNG ZU DECKEN'
Al-Dschulani stellte fest, dass die aktuelle Phase ein sorgfältiges Management der internationalen Beziehungen erfordere. Er sagte, Assad habe Syrien für persönliche Interessen "wie eine Farm" benutzt. Al-Dschulani erklärte, das Ausmaß des Diebstahls sei enorm und sie würden in Zukunft Dokumente veröffentlichen, die diese Verstöße belegen. Er bewertete die Situation wie folgt: "Unsere derzeitige Priorität ist es, die Grundbedürfnisse der Bevölkerung zu decken und auf eine stabilere und gerechtere Zukunft hinzuarbeiten."
Nachrichtenquelle: AA
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