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Neue Sanktionen für NATO-Staaten im Gespräch

Die Spannungen in den Beziehungen zwischen den USA und der NATO nehmen zu; es wird behauptet, dass das Pentagon Strafmaßnahmen gegen Verbündete vorbereitet, die militärische Schritte gegen den Iran nicht unterstützen. Neben der möglichen Suspendierung der spanischen Mitgliedschaft stehen Sanktionen wie der Ausschluss von kritischen Aufgaben zur Debatte.

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Neue Sanktionen für NATO-Staaten im Gespräch

Die Spannungen in den Beziehungen zwischen den USA und der NATO haben eine neue Stufe erreicht. Es heißt, dass das US-Verteidigungsministerium (Pentagon) eine Reihe von Sanktionsoptionen gegen einige NATO-Staaten prüft, die die Erwartungen Washingtons bei den militärischen Operationen gegen den Iran nicht erfüllt haben. Details zu diesen Plänen wurden in einer internen E-Mail eines nicht namentlich genannten US-Beamten bekannt.

INHALT DER SANKTIONEN

Den vorliegenden Informationen zufolge diskutiert das Pentagon die Suspendierung bestimmter Rechte und Pflichten innerhalb der NATO für Länder, die die US-Operationen gegen den Iran nicht unterstützen, allen voran Spanien. Auf der Liste finden sich Maßnahmen wie das vorübergehende Einfrieren der NATO-Mitgliedschaft Spaniens sowie eine Überprüfung der US-Unterstützungspolitik für die Souveränitätsansprüche Großbritanniens über die Falklandinseln.

Darüber hinaus wird berichtet, dass zu den Optionen auch die Entfernung von als „unkooperativ“ eingestuften Ländern aus wichtigen und prestigeträchtigen Positionen innerhalb der NATO gehört. Den Behauptungen zufolge stehen jedoch radikale Maßnahmen wie ein vollständiger Rückzug der USA aus der NATO oder die Schließung amerikanischer Militärstützpunkte in Europa derzeit nicht zur Debatte.

HARTE SIGNALE AUS DEM WEISSEN HAUS

In den vergangenen Monaten hatten diplomatische Quellen in Europa und ein US-Verteidigungsbeamter enthüllt, dass das Weiße Haus eine Liste erstellt habe, auf der NATO-Mitglieder in „gute“ und „unartige“ Länder eingestuft werden. Es wird behauptet, dass diese Liste auf Basis der Haltung gegenüber dem Iran erstellt wurde. Es heißt, die US-Regierung erwäge, einige NATO-Verbündete, insbesondere europäische Länder, die den Operationen gegen den Iran nicht ausreichend Unterstützung entgegenbringen, einem Sanktionsprozess zu unterziehen.

Die Kritik von US-Präsident Donald Trump an der NATO bleibt weiterhin ein zentrales Thema. Trump hatte bereits mehrfach betont, dass die NATO-Mitglieder nicht ausreichend zu den Verteidigungsausgaben beitragen, und hervorgehoben, dass die USA den finanziell größten Beitrag zum Bündnis leisten.

KRISE UM DIE STRASSE VON HORMUS UND UNTERSTÜTZUNGSAUFRUF

Nach dem bewaffneten Konflikt zwischen dem Iran sowie den USA und Israel hat die weitgehende Unterbrechung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus aufgrund der Drohungen der Regierung in Teheran die internationale Krise verschärft. US-Präsident Donald Trump hatte seine Verbündeten um militärische Unterstützung für die Wiedereröffnung dieser strategischen Seestraße gebeten und die Entsendung von Kriegsschiffen in die Region gefordert. Zahlreiche NATO-Staaten reagierten jedoch nicht positiv auf diese Forderung und vermieden eine aktive Unterstützung.

Die Schritte, die Washington als Reaktion auf diese Haltung unternehmen wird, könnten in der kommenden Zeit zu einer weiteren Verschärfung der Spannungen innerhalb des Bündnisses führen. Es bleibt abzuwarten, welche Sanktionsoptionen das Pentagon umsetzen wird und wie die anderen NATO-Staaten auf diese Politik reagieren werden.


Nachrichtenquelle: 12punto