Neuer Luftangriff Pakistans auf Afghanistan
Die pakistanische Armee steht aufgrund intensiver Luftoperationen gegen Taliban-Elemente in der afghanischen Region Kandahar im Fokus. Die gegenseitigen Angriffe an der Grenze führen auch zu einem Anstieg ziviler Opfer.
Nachdem Details zu den Luftangriffen bekannt wurden, die Pakistan über Nacht in der Provinz Kandahar durchgeführt hat, sind die Spannungen in der Region erneut eskaliert.
Nach Informationen aus Sicherheitskreisen zielten Kampfflugzeuge der pakistanischen Armee auf Verstecke und militärische Infrastrukturen der TTP (Pakistanische Taliban). Es wurde berichtet, dass während der Angriffe kritische Einrichtungen zerstört und ein Tunnel, in dem technische Ausrüstung gelagert wurde, getroffen wurden. Militärische Quellen betonten, dass die Operationen fortgesetzt werden, bis die festgelegten Ziele vollständig vernichtet sind.
HOHE VERLUSTBILANZ BEI DEN OPERATIONEN
Der pakistanische Informationsminister Attaullah Tarar erklärte über soziale Medien, dass 684 bewaffnete Angehörige der afghanischen Sicherheitskräfte getötet und mehr als 912 Personen verletzt wurden. Laut Tarars Angaben wurden auf afghanischer Seite fast 300 Kontrollpunkte, 229 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge sowie eine große Anzahl an Artilleriewaffen zerstört. Zudem wurde festgehalten, dass insgesamt 73 Ziele aus der Luft angegriffen wurden.
ZIVILISTEN EBENFALLS IN DEN KONFLIKT VERWICKELT
Die militärische Aktivität in der Region bringt auch zivile Opfer mit sich. Die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) gab bekannt, dass bei den seit dem 26. Februar andauernden Kämpfen in Afghanistan 75 Zivilisten ihr Leben verloren haben und 193 Personen verletzt wurden.
Afghanistan kündigte als Reaktion auf die Angriffe Pakistans neue Operationen an. In einer Erklärung der Regierung in Kabul wurde mitgeteilt, dass ein pakistanischer Militärposten ins Visier genommen wurde, wobei bei diesem Angriff 14 pakistanische Soldaten getötet und 11 weitere verletzt wurden.
Mit den in den letzten Wochen eskalierten grenzüberschreitenden Kämpfen sind die historischen Streitigkeiten zwischen den beiden Ländern wieder in den Vordergrund gerückt. Während Pakistan die TTP und deren Präsenz in Afghanistan für die jüngsten Vorfälle verantwortlich macht, weist die Regierung in Kabul diese Anschuldigungen entschieden zurück.
Nach ähnlichen Krisen im Oktober des vergangenen Jahres wurden im November 2025 in Istanbul Waffenstillstandsgespräche zwischen den Parteien aufgenommen, die jedoch ergebnislos blieben. Die Spirale aus Angriffen und Vergeltungsmaßnahmen zwischen den Parteien trägt weiterhin zur Destabilisierung der Region bei.
Nachrichtenquelle: 12punto
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