Norwegen leitet Untersuchung zu explodierten Geräten im Libanon ein: Wer steckt hinter dem Angriff?
Norwegen untersucht Vorwürfe, wonach ein norwegischer Staatsbürger an der Beschaffung der im Libanon explodierten Geräte beteiligt gewesen sein soll.
Nachdem Vorwürfe laut wurden, dass das in Bulgarien ansässige Unternehmen Norta Global, das bei der Beschaffung der im Libanon explodierten Pager vermittelt haben soll, von einem norwegischen Staatsbürger geleitet wird, haben die norwegischen Behörden eine Untersuchung eingeleitet.
Die norwegische Polizei äußerte sich gegenüber dem Radiosender NRK zu dem Vorwurf, dass die in Bulgarien ansässige Firma Norta Global, die auf einen Norweger registriert ist, eine Rolle bei der Lieferung der im Libanon explodierten Pager gespielt habe.
Die Polizei erklärte, sie habe eine Untersuchung zu den „aufgekommenen Informationen“ eingeleitet und prüfe weiterhin mögliche Maßnahmen.
BULGARISCHE FIRMA SOLL ALS LIEFERANT GEDIENT HABEN
Es wurde behauptet, dass das in Bulgarien ansässige und auf einen Norweger registrierte Unternehmen Norta Global Teil der Lieferkette gewesen sei.
In Berichten der ungarischen Presse wurde betont, dass es sich bei BAC Consulting und Norta Global um „Briefkastenfirmen“ handele, die außer ihren Geschäftsführern weder über Büros noch über Einrichtungen oder Personal verfügten.
Der bulgarische Geheimdienst DANS teilte mit, dass eine Untersuchung zu dem Fall laufe, und erklärte: „Es wurden keine Zollvorgänge festgestellt, die darauf hindeuten, dass die betreffenden Produkte Bulgarien durchquert haben.“
PAGER UND FUNKGERÄTE ZUR EXPLOSION GEBRACHT
Am 17. September kam es im Libanon zu gleichzeitigen Explosionen von Pagern, die von Hisbollah-Mitgliedern verwendet wurden. Bei den Explosionen kamen 12 Menschen, darunter zwei Kinder, ums Leben; 2.323 Personen wurden verletzt.
Am 18. September wurden im Land zudem zahlreiche Funkgeräte zur Explosion gebracht, wobei 25 Menschen starben und mehr als 608 Personen verletzt wurden.
Die libanesischen Behörden machten Israel für den Vorfall verantwortlich. Von israelischer Seite gab es bisher keine Stellungnahme dazu.
Seit dem 8. Oktober 2023 kommt es an der israelisch-libanesischen Grenze immer wieder zu teils heftigen Zusammenstößen zwischen den Konfliktparteien.
Nachrichtenquelle: AA
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