Österreich beschließt Einschränkung des Familiennachzugs für Asylsuchende: 'Stellt eine ernsthafte Belastung dar'
Vertreter der österreichischen Regierung haben angekündigt, eine Regelung einzuführen, die Migranten daran hindern soll, ihre Angehörigen durch Familiennachzug ins Land zu holen. Es wurde berichtet, dass die durch den Familiennachzug ins Land kommenden Personen zu Problemen bei der Infrastruktur und den sozialen Diensten in Österreich führen.
12punto AUSLANDSNACHRICHTEN
Die österreichische Regierung hat mitgeteilt, dass sie an einem neuen Gesetz arbeitet, das Personen mit Flüchtlingsstatus daran hindern soll, ihre engsten Familienangehörigen durch Familiennachzug ins Land zu holen. Die Koalitionsregierung aus der Volkspartei (ÖVP), der Sozialdemokratischen Partei (SPÖ) und der Partei NEOS – Das Neue Österreich kündigte an, dass mit der neuen Regelung der Zustrom von Asylsuchenden in das Land reduziert werden soll.
In einer Erklärung des Bundeskanzleramtes wurde darauf hingewiesen, dass Personen, deren Asylantrag angenommen wurde und die eine Aufenthaltserlaubnis erhalten haben, ihre Angehörigen durch Familiennachzug ins Land holen. Es wurde betont, dass die steigende Zahl der auf diesem Weg ins Land kommenden Personen in den letzten Jahren die Kapazitäten Österreichs übersteige.

BEGRÜNDUNG: MINDERJÄHRIGE MIGRANTEN
In der Erklärung wurde bekannt gegeben, dass die große Mehrheit der durch Familiennachzug Einreisenden aus minderjährigen Personen besteht. Dies stelle eine ernsthafte Belastung für das Gesundheits-, Bildungs- und Wirtschaftssystem des Landes dar. Regierungsvertreter wiesen darauf hin, dass im Jahr 2023 9.254 Personen und im Jahr 2024 7.762 Personen auf diesem Weg nach Österreich eingereist seien.
Laut einem Bericht von Reuters habe die Zahl der durch Familiennachzug Einreisenden infolge von Maßnahmen der vorherigen Regierung, wie etwa DNA-Tests, abgenommen. Während im Februar 2024 noch tausend Personen ins Land kamen, sei diese Zahl im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 auf 60 gesunken.
Es wurde darauf hingewiesen, dass die österreichische Regierung nach den Terroranschlägen im Jahr 2025 beschlossen habe, restriktive Schritte gegenüber Migranten zu unternehmen. Bei einem Messerangriff im Februar im Land kamen 2 Menschen ums Leben, 6 weitere wurden verletzt. Laut Reuters sieht die Regierung 'irreguläre Migration' als einen wesentlichen Grund für die Terroranschläge.

''EINE SITUATION, DIE DIE KAPAZITÄTEN ÖSTERREICHS ÜBERSTEIGT''
Die Regierung erklärte, dass in Kürze ein Gesetzesentwurf umgesetzt werde, der die Einreise durch Familiennachzug verhindern soll, ohne dabei mit den Regelungen der Europäischen Union (EU) zu kollidieren. Innenminister Gerhard Karner sagte, er habe die zuständigen Stellen der EU über dieses Vorhaben informiert. Die neue Regelung soll so schnell wie möglich in Kraft treten.
Innenminister Karner behauptete, dass Asylsuchende die Infrastruktur und die sozialen Dienste des Landes beeinträchtigten, und äußerte sich wie folgt:
''Diese Situation, die die Kapazitäten Österreichs übersteigt, stellt eine ernsthafte Belastung für unser Land dar. Wir ergreifen Maßnahmen, um dieses Problem im Einklang mit dem EU-Recht zu lösen.''
Es wurde festgehalten, dass die neue Regelung darauf abziele, die Einreise von irregulären Migranten in das Land zu begrenzen. Die Regierung argumentierte, dass dieser Schritt langfristig den Druck auf die sozialen und wirtschaftlichen Systeme Österreichs verringern werde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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