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Prostitution soll verboten werden, da keine Verbesserung der Beschäftigungsrechte und -bedingungen zu verzeichnen ist

Deutschland zieht ein Verbot der Prostitution in Erwägung, da einige Politiker besorgt über den schlechten Ruf des Landes sind.

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Prostitution soll verboten werden, da keine Verbesserung der Beschäftigungsrechte und -bedingungen zu verzeichnen ist

In Deutschland wurde die Prostitution gegen Entgelt im Jahr 2002 legalisiert, die Umsetzung ist jedoch auf lokaler Ebene nur bedingt geregelt.

Diejenigen, die das Gesetz nun aufheben wollen, argumentieren, dass es sein Ziel, die Bedingungen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter zu verbessern, nicht erreicht hat. Im Jahr 2007 veröffentlichte die deutsche Regierung einen Bericht über die Auswirkungen des Gesetzes und stellte fest, dass sich die Arbeitsbedingungen nur für 35 % der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter verbessert hatten.

Heute sagen einige deutsche Politiker, dass die Mehrheit der 250.000 Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter im Land in der Praxis immer noch keine Verbesserung ihrer Beschäftigungsrechte und -bedingungen sieht.

Laut Dorothee Bär, der stellvertretenden Vorsitzenden der Fraktion der beiden großen christdemokratischen Parteien Deutschlands, stammen die meisten Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter im Land aus dem Ausland und verfügen über keine Papiere. Dies setze sie dem Risiko der Ausbeutung aus.

Bär sagte gegenüber der Bild: „Es kann keine echte Gleichberechtigung geben, solange wir akzeptieren, dass Hunderttausende Frauen wie Sklavinnen behandelt werden. Das ist ein Angriff auf die Menschenwürde, den wir dringend beenden müssen. Deutschland ist zum Bordell Europas geworden. Die Frauen sind der schlimmstmöglichen Behandlung ausgesetzt.“

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz, Mitglied der Mitte-Links-Partei SPD, forderte, Druck auszuüben. Scholz sagte: „Ich finde es inakzeptabel, dass Männer Frauen kaufen. Das ist etwas, das mich moralisch immer empört.“

Die deutsche Frauenministerin und Grünen-Politikerin Lisa Paus erklärte jedoch, dass es derzeit keinen unmittelbaren Plan zur Änderung der geltenden Regeln gebe. Paus fügte hinzu, dass das Prostituiertenschutzgesetz von 2017 derzeit bis zum Jahr 2025 evaluiert werde.




Nachrichtenquelle: 12punto

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