Putin signalisiert Türkei 'Erdgas'-Potenzial: Exporte könnten steigen
Der russische Präsident Wladimir Putin äußerte sich auf dem Östlichen Wirtschaftsforum. Der russische Staatschef erklärte, die Europäische Union scheine kein russisches Gas mehr zu wollen, und deutete an, dass die Gasexporte in die Türkei erhöht werden könnten.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich auf dem Östlichen Wirtschaftsforum zu Wort gemeldet.
Putin erklärte, Russland beabsichtige zwar, den Gastransit in die Europäische Union aufrechtzuerhalten, könne die Ukraine jedoch nicht dazu zwingen, das Transitabkommen über den 31. Dezember hinaus zu verlängern.
Der russische Staatschef betonte, die EU scheine kein russisches Gas mehr zu wollen, weshalb Russland die Lieferungen in andere Regionen und über Routen, die nicht die Ukraine betreffen, erhöhen werde.
In seiner Rede hob Putin hervor, dass die Gasexporte in die Türkei gesteigert werden könnten.
'RUSSLAND IST ZU GESPRÄCHEN BEREIT'
Putin sagte, er sei zu Gesprächen mit der Ukraine bereit, obwohl er die Idee von Verhandlungen zuvor abgelehnt hatte, während der Angriff Kiews auf die Region Kursk andauert.
Die Ukraine startete im August einen beispiellosen grenzüberschreitenden Angriff auf die russische Region Kursk, bei dem Tausende Soldaten die Grenze überquerten und mehrere Dörfer einnahmen. Kurz nach dem Angriff hatte Putin erklärt, die Möglichkeit für Verhandlungen sei damit hinfällig geworden.
Auf dem Östlichen Wirtschaftsforum betonte Putin nun jedoch, dass Russland zu Gesprächen bereit sei.
Er stellte jedoch klar, dass diese Gespräche auf der Grundlage des gescheiterten Abkommens geführt werden müssten, das 2022 zwischen Moskau und Kiew in Istanbul erzielt wurde, dessen Bedingungen jedoch nie öffentlich gemacht wurden.
ISTANBUL-ABKOMMEN ALS GRUNDLAGE
Putin sagte: „Sind wir bereit, mit ihnen zu verhandeln? Wir haben das nie abgelehnt, aber nicht auf der Grundlage irgendwelcher kurzfristiger Forderungen, sondern auf der Grundlage der Dokumente, auf die man sich in Istanbul geeinigt und die man faktisch bereits auf den Weg gebracht hatte.“
Über das in Istanbul verhandelte Abkommen äußerte Putin: „Dieses Abkommen trat nicht in Kraft, weil die USA und einige europäische Länder der Ukraine den Befehl gaben, es nicht umzusetzen, da sie Russland eine strategische Niederlage zufügen wollten.“
Putin hatte zuvor erklärt, er habe sich gewünscht, dass Joe Biden die US-Präsidentschaftswahl gewinnt, und unterstützt nach den jüngsten Entwicklungen Kamala Harris.
Anfang des Jahres, noch vor Bidens Rückzug aus dem Rennen, hatte der russische Staatschef gesagt, er bevorzuge Biden gegenüber Trump, da Biden ein „Politiker alten Schlages“ und damit berechenbarer sei.
Nachrichtenquelle: 12punto
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