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Reaktion aus Frankreich auf Eurovision-Übertragung: Boykottaufruf im Gespräch

Der französische Politiker Thomas Portes hat gefordert, dass der Eurovision Song Contest in seinem Land nicht übertragen wird, da Israel an dem Wettbewerb in Österreich teilnimmt.

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Reaktion aus Frankreich auf Eurovision-Übertragung: Boykottaufruf im Gespräch

Der 70. Eurovision Song Contest, der vom 12. bis 16. Mai in der österreichischen Hauptstadt Wien stattfinden wird, ist aufgrund der Teilnahme Israels zum Zentrum von Protesten und Boykottaufrufen geworden. Zu diesem Thema gab es in Frankreich eine bemerkenswerte Äußerung.

Der Abgeordnete der Partei La France Insoumise (LFI), Thomas Portes, erklärte gegenüber Pressevertretern in der Nationalversammlung, dass der Wettbewerb in diesem Jahr weltweit voraussichtlich rund 160 Millionen Zuschauer erreichen werde. Portes kritisierte die Einladung Israels zum Wettbewerb scharf und argumentierte, dass das Land in den palästinensischen Gebieten und im Gazastreifen das Völkerrecht sowie die Menschenrechte verletze.

Portes fragte: „Kann der Eurovision, während er sich darauf vorbereitet, dem Staat Israel und seiner Regierung, die einen Völkermord begehen, den roten Teppich auszurollen, weiterhin als ein Wettbewerb gelten, bei dem es um Frieden geht und der Brüderlichkeit sowie Solidarität zwischen den Völkern propagiert?“

Portes betonte, dass Israel nicht am Eurovision teilnehmen sollte, und verwies auf die anhaltenden Konflikte im Gazastreifen sowie die zunehmende Siedlungspolitik im Westjordanland. Zudem begrüßte er die Entscheidungen von Spanien, den Niederlanden, Slowenien, Island und Irland, den Eurovision aufgrund der Teilnahme Israels zu boykottieren.

Portes richtete auch einen Appell an den französischen öffentlich-rechtlichen Sender France Télévisions und forderte, den Eurovision Song Contest nicht auszustrahlen, um „die Operationen eines Staates, der einen Völkermord begeht, nicht reinzuwaschen“.

Es ist bekannt, dass in den letzten Tagen in vielen europäischen Ländern die Demonstrationen und Boykottaufrufe mit der Forderung, Israel vom Eurovision auszuschließen, zugenommen haben. Wenige Tage vor dem Finale hatten sich einige Länder, allen voran Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien, mit der Begründung von der Veranstaltung zurückgezogen, dass Israel am Wettbewerb teilnimmt.


Nachrichtenquelle: 12punto