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Regierung in Portugal nach gescheiterter Vertrauensabstimmung gestürzt

Die Minderheitsregierung unter der Führung von Premierminister Luis Montenegro ist in Portugal nach einer gescheiterten Vertrauensabstimmung im Parlament gestürzt. Die portugiesische Bevölkerung wird damit innerhalb der letzten drei Jahre zum dritten Mal an die Wahlurnen gerufen.

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Regierung in Portugal nach gescheiterter Vertrauensabstimmung gestürzt

Die Minderheitsregierung unter der Führung von Premierminister Luis Montenegro ist in Portugal nach einer Abstimmung im Parlament gestürzt, nachdem sie das Vertrauen nicht gewinnen konnte. Während die Ergebnisse der Abstimmung im Parlament noch nicht offiziell bekannt gegeben wurden, verkündete Parlamentspräsident Jose Pedro Aguiar-Branco, dass die Mitte-Rechts-Regierung unter Montenegro die Abstimmung verloren habe.

Mit dem Ergebnis der Vertrauensabstimmung wird die Bevölkerung im EU-Land Portugal innerhalb der letzten drei Jahre zum dritten Mal zu Parlamentswahlen an die Urnen gerufen.

Die Minderheitsregierung, die aus einem Zweiparteienbündnis unter Führung der Sozialdemokratischen Partei (PSD) bestand, verfügte über 80 der 230 Sitze im Parlament. Die große Mehrheit der Oppositionsabgeordneten hatte bereits vor der heutigen Abendabstimmung angekündigt, gegen die Regierung zu stimmen.

Der portugiesische Premierminister Montenegro hatte am Donnerstag dem Parlament einen Antrag auf Vertrauensabstimmung vorgelegt, um die politische Krise im Land zu überwinden, nachdem Korruptionsvorwürfe gegen ihn erhoben worden waren und Rücktrittsforderungen laut wurden.

Die Vertrauensabstimmung im Parlament fand nur wenige Wochen vor dem Abschluss von Montenegros erstem Amtsjahr statt.

VORWÜRFE GEGEN FAMILIENUNTERNEHMEN

Die Opposition hatte behauptet, dass das von Montenegro gegründete und derzeit von seinen Söhnen geleitete Beratungsunternehmen Verträge mit zahlreichen Privatunternehmen, darunter Kasino- und Hotelbetreiber, abgeschlossen habe und dass Montenegro von diesen Vereinbarungen profitiert habe. Premierminister Montenegro wies die Vorwürfe zurück, wonach es aufgrund der Aktivitäten seines Familienunternehmens zu einem Interessenkonflikt aus seinem Amt als Premierminister oder zu moralischen Verfehlungen gekommen sei.

VORZEITIGE WAHLEN IM MAI MÖGLICH

Präsident Marcelo Rebelo de Sousa hatte in einer Erklärung in der vergangenen Woche angekündigt, dass im Falle eines Scheiterns der Regierung bei der Vertrauensabstimmung im Parlament vorgezogene Neuwahlen am 11. oder 18. Mai stattfinden könnten. Die nächsten regulären Parlamentswahlen im Land waren für Januar 2028 geplant.


Nachrichtenquelle: İHA

Europäische Union Regierung Vorgezogene Wahl Portugal