Russland bestellt israelische Botschafterin in Moskau ins Außenministerium ein
Die israelische Botschafterin in Moskau, Simona Halperin, wurde heute in das russische Außenministerium einbestellt, nachdem sie in einem Interview mit einer russischen Zeitung erklärt hatte, dass der Internationale Holocaust-Gedenktag in Russland nicht offiziell begangen werde.
Halperin, die etwa anderthalb Stunden im Ministeriumsgebäude verbrachte, verließ das Ministerium, ohne eine Erklärung abzugeben.
Das russische Außenministerium hatte bereits gestern eine Stellungnahme zu dem Vorfall veröffentlicht und reagierte scharf auf die israelische Botschafterin: „Die israelische Botschafterin hat in ihrem Interview inakzeptable und provokative Äußerungen gegenüber Russland gemacht.
Zunächst ist es wichtig daran zu erinnern, dass der 27. Januar, der Internationale Holocaust-Gedenktag, auf Initiative Russlands von der UN-Generalversammlung ausgerufen wurde.
Dieses Datum wurde nicht zufällig gewählt. Am selben Tag im Jahr 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau in Polen von den Nazis. Diese Fakten zeigen, dass die Aussagen der Botschafterin absurd sind“, hieß es in der Erklärung.
GESCHÄFTSTRÄGER VON LETTLAND, LITAUEN UND ESTLAND EBENFALLS INS AUSSENMINISTERIUM EINBESTELLT
Auch die Geschäftsträger von Lettland, Litauen und Estland wurden aufgrund der geplanten Präsidentschaftswahlen in Russland am 15. März in das russische Außenministerium einbestellt.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte, dass die Geschäftsträger im Zusammenhang mit den in ihren Ländern einzurichtenden Wahllokalen einbestellt wurden: „Am 6. Februar hat das russische Außenministerium die Geschäftsträger der baltischen Staaten in Moskau einbestellt, da die Behörden in Lettland, Litauen und Estland auf die mehrfach übermittelten Forderungen zur Gewährleistung der Sicherheit an den Wahlurnen in den russischen Botschaften in Vilnius, Riga und Tallinn während der Präsidentschaftswahlen im März nicht angemessen reagiert haben.“
Sacharowa betonte, dass man von den betreffenden Ländern die Gewährleistung der Wahlsicherheit fordere und sagte: „In diesem Zusammenhang wurden die Behörden von Lettland, Litauen und Estland aufgefordert, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Sicherheit der Wähler und der Mitarbeiter der russischen Botschaften während des Wahlzeitraums zu gewährleisten.“
Nachrichtenquelle: AA
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