Russland lässt Eisbrecher „Leningrad“ zu Wasser
Der Eisbrecher „Leningrad“, der auf der Baltischen Werft in St. Petersburg gebaut wurde, ist zu Wasser gelassen worden. Als fünfter universeller nuklearbetriebener Eisbrecher, den Russland im Rahmen des Projekts 22220 produziert, wird die „Leningrad“ eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Seeverkehrs auf der Nördlichen Seeroute spielen.
Der russische Präsident Wladimir Putin eröffnete die Zeremonie anlässlich des Stapellaufs des Eisbrechers. In seiner Rede sagte Putin: „Russland verfügt heute über die weltweit größte Eisbrecherflotte, die zudem ihresgleichen sucht. Dies verschafft uns einen großen Wettbewerbsvorteil und bietet enorme Möglichkeiten für Logistik und Industrie, für die Schaffung neuer Arbeitsplätze, die integrierte Entwicklung arktischer Städte und Gemeinden, die Umsetzung wahrhaft globaler Projekte sowie für die internationale Zusammenarbeit mit unseren Partnern, Freunden und allen, die mit Russland zusammenarbeiten wollen und daran interessiert sind.“
Der Generaldirektor des russischen staatlichen Atomenergiekonzerns Rosatom, Alexei Lichatschow, betonte in seiner Rede, dass die weitere Entwicklung der Nördlichen Seeroute einen Ausbau des Schiffbaus in der Arktis erforderlich mache, und erklärte: „In naher Zukunft wird ein hoher Bedarf an Frachtschiffen mit hoher Eisklasse bestehen. Der Schiffbau in der Arktis entwickelt sich zu einem strategisch wichtigen Bereich für Russland, und Rosatom ist nicht nur ein Auftraggeber, sondern auch ein Teilnehmer an diesen Arbeiten.“ Lichatschow äußerte zudem seine Überzeugung, dass der Eisbrecher „Leningrad“ zur Entwicklung der Region beitragen werde.
Im Rahmen des Projekts 22220 sind bereits drei nuklearbetriebene Eisbrecher in Betrieb. Der führende universelle nukleare Eisbrecher „Arktika“ wurde 2020, der erste universelle nukleare Eisbrecher der Serie „Sibir“ 2021 und der zweite universelle nukleare Eisbrecher „Ural“ 2022 in Dienst gestellt. Die Inbetriebnahme des dritten universellen nuklearen Eisbrechers der Serie, der „Jakutija“, ist für Dezember 2024 geplant. Der vierte universelle nukleare Eisbrecher der Serie, die „Tschukotka“, befindet sich derzeit im Bau und soll voraussichtlich im Dezember 2026 in Dienst gestellt werden.
Die im Rahmen des Projekts 22220 produzierten Eisbrecher basieren auf innovativen Lösungen. Der nuklearbetriebene Eisbrecher „Leningrad“ ist mit der neuen Reaktorgeneration RITM-200 ausgestattet. Das vollständig in Russland entwickelte Schiff, das keine ausländischen Pendants hat und den modernen Trends der globalen Kernenergie entspricht, verfügt über ein Doppeltiefgang-Design. Dies ermöglicht es dem Schiff, sowohl in arktischen Meeren als auch in den Mündungsgebieten arktischer Flüsse, insbesondere in den flachen Gewässern des Jenissei- und Ob-Busens, zu operieren.
Die Entwicklung der Schifffahrt entlang der Nördlichen Seeroute trägt zur Nachhaltigkeit der globalen Lieferketten bei.
Nachrichtenquelle: 12punto
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